Start Anklage gegen mutmaßlichen Dealer erhoben
Artikel von: Björn Max Wagener
03.05.2023

Anklage gegen mutmaßlichen Dealer erhoben

Foto: Harry Härtel

Bei Hausdurchsuchung fanden Beamte größere Mengen an Drogen

Chemnitz. Ein 43-jähriger Chemnitzer muss sich ab dem 25. Mai 2023 vor dem Landgericht Chemnitz verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten bewaffneten und unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln und Arzneimitteln in nicht geringer Menge vor. Außerdem geht es um die Vorbereitung und Herstellung gefälschter Impfpässe sowie den unerlaubten Besitz von Munition. Mit der Durchsuchung Anfang November 2022 überraschten die Beamten den Beschuldigten. Dabei fanden sie größere Mengen Drogen, darunter Crystal, Marihuana, Kokain, Haschisch und LSD-Trips. Überdies entdeckten sie in Deutschland nicht zugelassene Medikamente, sieben Impfpässe mit eingetragenen Impfungen, die aber keiner Person zugeordnet werden konnten, sowie eine Schachtel mit Munition. Darüber hinaus konnten 240.000 Euro in bar gesichert werden. Des Weiteren bewahrte der Angeklagte in einem Wohnzimmerschrank griffbereit einen Teleskopschlagstock, zwei Totschläger und zwei Winkelschlagstöcke. Diese wurden ebenfalls beschlagnahmt.

Für die Durchsuchung rückten die Beamten mit einem Großaufgebot an. Foto: Harry Härtel

Anklage wirft dem Beschuldigten mehrfachen Handel vor

Weiterhin haben Ermittlungen ergeben, dass der Angeklagte im Zeitraum zwischen Januar 2022 und Mitte Juli 2022 in sechs Fällen Crystal und Marihuana in nicht geringer Menge an Dritte weiterverkauft hatte. Zudem lagerten während dieser Zeit mindestens zwei Kilogramm der synthetischen Droge in der betroffenen Wohnung. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft weiterhin bekannt gibt, ist der Beschuldigte bisher nicht strafrechtlich aufgefallen. Er befindet sich bereits seit Anfang November 2022 in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung durch das Landgericht Chemnitz muss er mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.