Gleise trotz geschlossener Schranke überquert
Kleinschirma. Am Sonntag informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG die Bundespolizei in Chemnitz über einen möglichen Personenunfall auf der Strecke Dresden – Chemnitz, in der Nähe von Kleinschirma. Daraufhin begab sich eine Streife zum möglichen Unfallort. Nach Rücksprache mit dem Triebfahrzeugführer wurde bekannt, dass eine männliche Person den Bahnübergang trotz geschlossener Schranken kurz vor dem Zug der MRB überquert hatte. Der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin eine Gefahrenbremsung ein, befürchtete jedoch, die Person erfasst zu haben. Im Verlauf der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht jedoch nicht.
Zum Zeitpunkt des Beinahe-Unfalls befanden sich 170 Reisende im Zug. Eine Person wurde aufgrund ihrer psychischen Verfassung vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Durch das Ereignisses kam es zu einer Streckensperrung von etwa 17:00 bis 18:45 Uhr. Insgesamt verspäteten sich 16 Züge um insgesamt 861 Minuten.
Der Triebfahrzeugführer wurde am Hauptbahnhof Chemnitz abgelöst. Die Bundespolizei Chemnitz hat die Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Erste Hinweise, welche zu einem möglichen Tatverdächtigen führen, werden bereits verfolgt.


