Fahrzeug verunfallt nach Flucht
Reitzenhain. Am Sonntagmorgen beabsichtige eine Streife der Bundespolizei gegen 6 Uhr kurz nach der Ortslage Reitzenhain einen Kleintransporter zu kontrollieren. Das Fahrzeug mit ungarischer Zulassung war aus Tschechien eingereist. Als der Fahrer die Anhaltesignale erblickte, versuchte er sich der kommenden Kontrolle durch ein Ausweichmanöver zu entziehen, was jedoch unterbunden werden konnte. Daraufhin sprang der Fahrer aus dem noch fahrenden Fahrzeug und überließ den Wagen samt Insassen einem ungewissen Schicksal. Der Fahrer flüchtete zu Fuß in an angrenzendes Waldstück und konnte trotz Einsatz eines Diensthundes sowie eines Hubschraubers bisher nicht aufgefunden werden.
Polizisten stellen Geschleuste im Fahrzeug fest
Im verunfallten Fahrzeug entdeckten die Beamten insgesamt 22 Geschleuste, darunter auch zwei Kleinkinder. Diese hatten keinerlei Möglichkeit sich während der Fahr zu sichern. Zur Abklärung möglicher Verletzungen alarmierten die Beamten schlussendlich auch einen Rettungswagen zur Unfallstelle. Dabei stellten sich bei zwei Personen Verletzungen an Ellenbogen sowie Kopf heraus. Eine weitere Person erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Alle drei Personen wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Ebenfalls wurde eine Frau samt ihrer zwei Kleinkinder einer medizinischen Untersuchung zugeführt.
Bei den geschleusten Personen handelt es sich um 21 syrische sowie eine türkische Staatsangehörige im Alter zwischen zwei und 43 Jahren. Aufgrund des Verdachts der unerlaubten Einreise nach Deutschland wurden entsprechende Anzeigen gefertigt. Danach wurden die Personen aufgrund von geäußerten Schutzersuchen an die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Über ihren Verbleib entscheidet nun das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).



