Sonntag, 18. Oktober 2026

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Zwei Schwerverletzte bei Bränden im Erzgebirge

Bei zwei Bränden im Erzgebirge wurden am heutigen Nachmittag in einem Einfamilienhaus und einer Asylunterkunft zwei Menschen schwer verletzt. Mehr dazu:

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Erzgebirge. Bei zwei Bränden im Erzgebirge wurden am heutigen Nachmittag in einem Einfamilienhaus und einer Asylunterkunft zwei Menschen schwer verletzt. Zwei weitere kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik.

Zu einem Brand im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses in der Friedrich-Engels-Straße in Schwarzenberg kam es gegen 14.45 Uhr. Die beiden Bewohner (62/w, 64/m) des Hauses hatten das Feuer bemerkt und noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst gelöscht, wobei die betroffene Etage jedoch ausbrannte. Beim Löschen des Feuers zog sich der 64-jährige Bewohner schwere Verletzungen zu und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Die 62-Jährige kam ebenfalls in eine Klinik – mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Zur Brandursache laufen derzeit die Ermittlungen. Angaben zur Schadenshöhe liegen bislang noch nicht vor.

Feuerwehren umliegender Ortschaften und die Polizei wurden heute Nachmittag, kurz vor 16 Uhr, zu einem Brand in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Drebach in die Talstraße im Ortsteil Spinnerei gerufen. Aus bislang unklarer Ursache war das Feuer in einer der Wohnungen im zweiten Obergeschoss ausgebrochen. Während sich 15 Bewohner rechtzeitig ins Freie retten konnten, wurde ein 24-jähriger Bewohner schwer verletzt.

Er hatte sich zum Zeitpunkt des Brandes in der betroffenen Wohnung aufgehalten und war aus dem Fenster gesprungen, um sich vor den Flammen zu retten. Mit einem Rettungshubschrauber kam er in eine Klinik. Zudem musste ein Mitarbeiter (60) der Unterkunft mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an. Vorübergehend sind die übrigen 15 Bewohner in einem bereitgestellten Bus untergekommen. Für sie werden gegenwärtig Ausweichquartiere gesucht, da die Gemeinschaftsunterkunft nicht mehr bewohnbar ist. Schadensangaben liegen noch nicht vor.

Update am 29.10.: 

Die Brandursachenermittlung ergab, dass der Brand in der Gemeinschaftsunterkunft vorsätzlich gelegt wurde. Hinweise auf beteiligte Personen von außerhalb der Einrichtung gibt es nicht. Die Brandausbruchstelle befindet sich in einem Zimmer der Einrichtung, welches von innen verschlossen war. Tatverdächtig ist der 24-jährige Bewohner des Zimmers. Das Gebäude ist derzeit nicht mehr bewohnbar, die Bewohner wurden in anderen Einrichtungen untergebracht.

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