Sonntag, 18. Oktober 2026

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Chemnitz: Chemnitz lässt Brücke abbrechen und 123 Bäume fällen

Von Redaktion Regionalspiegel

· 4 Min. Lesezeit

Foto: Adobe Stock / LIGHTFIELD STUDIOS

Was passiert aktuell in Chemnitz? Zwischen amtlichen Hinweisen, städtischen Mitteilungen und allgemeinen Informationen aus dem Rathaus lohnt sich regelmäßig ein Blick auf die neuesten Nachrichten. Was für Sie interessant sein könnte in Chemnitz, lesen Sie in diesem Artikel.

Fußgängerbrücke an der Hainstraße wird abgebrochen

Ab Mittwoch, 14. Oktober, wird die Fußgängerbrücke Hainstraße über die Gleise der Deutschen Bahn gesperrt und abgebrochen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 13. November dauern.

Fußgängerinnen und Fußgänger werden während der Sperrung über den Dresdner Platz umgeleitet. Eine barrierefreie Führung ist über die Sonnenstraße und Martinstraße oder über die Strecke Sonnenstraße, Dresdner Platz und Waisenstraße eingerichtet.

Nach Angaben der Stadt ist der Abbruch wegen des baulichen Zustands unumgänglich. Das Bauwerk befindet sich in einem schlechten Zustand. Wegen des Alters und der Bauweise komme eine Sanierung nicht in Betracht. Der verwendete Spannstahl aus Hennigsdorfer Produktion gilt als spannungsrissgefährdet. Zudem ist die Hohlkastenkonstruktion über der Gleisanlage nicht zugänglich, sodass sich der Zustand nicht einwandfrei kontrollieren lässt. Auch eine umfangreiche Sanierung hätte nach städtischer Einschätzung eine Gefährdung des Bahnbetriebs und der Nutzerinnen und Nutzer nicht vollständig ausschließen können.

Auch die Zuwegungen von der Jägerstraße zur Brücke werden zurückgebaut. Die Flächen sollen renaturiert werden. Vor dem Abbruch des Überbaus muss dieser auf der Seite der Jakobstraße freigelegt werden. Anschließend wird er abschnittsweise in einzelne Segmente geteilt und mit einem Kran ausgehoben. Danach werden das Widerlager einschließlich Auflagerbank sowie die Rundstütze auf der Seite Jägerstraße vollständig abgebrochen. Die Ovalstütze wird bis 50 Zentimeter unter Oberkante Gelände entfernt.

Die Stadt nennt Kosten von rund 480.000 Euro für den Abbruch. Ein Ersatzneubau kann derzeit im Haushalt nicht eingeplant werden.

Chemnitz: Chemnitz lässt ab Oktober 123 Bäume im Stadtgebiet fällen

In Chemnitz beginnen am 1. Oktober die Baumfällungen im öffentlichen Grün: Bis zum 28. Februar 2027 sollen insgesamt 123 Bäume entfernt werden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich dabei durchweg um dringliche Maßnahmen zur Erhaltung beziehungsweise Herstellung der Verkehrssicherheit.

Die Stadt verweist darauf, dass im Rahmen laufender Baumkontrollen festgestellt worden sei, dass an diesen Bäumen umgehender Handlungsbedarf bestehe. Die Fällungen erfolgen damit als Teil der Verkehrssicherungspflicht. Solche Gehölzunterhaltungsmaßnahmen seien gesetzlich zulässig und stellten keinen Verstoß gegen §39 BNatSchG oder §25 SächsNatSchG dar, heißt es in der Mitteilung.

Schwerpunkte der Arbeiten liegen in mehreren Grünanlagen in Markersdorf. Die meisten Fällungen sind in der Grünanlage „0606 Markersdorf Nord/FZ-Wilhelm-Firl-Straße“ vorgesehen, dort sollen zwölf Bäume gefällt werden. Weitere 23 Fällungen sind in den Grünanlagen entlang der Markersdorfer Straße vorgesehen, konkret in den Anlagen „0588 Markersdorfer Straße/Teich“ und „FV 0589 Meinersdorfer Straße/Markersdorfer Straße“.

Was mit den gefällten Bäumen passiert, ist ebenfalls geregelt: Das Holz geht demnach in das Eigentum des mit den Arbeiten beauftragten Unternehmens über. Über Ersatzpflanzungen will die Stadt zu gegebener Zeit gesondert informieren.

Die Maßnahmen laufen bis zum 28. Februar 2027 und betreffen nach Angaben der Stadt das gesamte Stadtgebiet, wobei einzelne Standorte besonders im Fokus stehen.

Beiträge für JugendKunstTriennale 2027 können eingereicht werden

In Chemnitz läuft die Ausschreibung für die JugendKunstTriennale 2027. Jugendliche können bis zum 14. Januar 2027 bis zu zwei Arbeiten für den Wettbewerb einreichen. Die große Ausstellung der Beiträge ist vom 10. April bis 23. Mai 2027 in der Neuen Sächsischen Galerie geplant.

Die JugendKunstTriennale wird vom Sächsisch-Bayerischen Städtenetz organisiert, dem die Städte Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof, Bayreuth und Marktredwitz angehören. Der Wettbewerb richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren. Zugelassen sind die Techniken Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie und Collagen sowie Plastik, Objekte und Kunsthandwerk.

Nach Angaben des Städtenetzes gibt es die JugendKunstTriennale seit 28 Jahren. Sie gilt als größtes gemeinsames kulturelles Projekt des Netzwerks. Seit dem Start im Jahr 1998 haben rund 4.800 junge Menschen daran teilgenommen. Auch für die kommende Ausgabe hoffen die Mitgliedsstädte auf großes Interesse.

Für Chemnitz hat der Wettbewerb besondere Bedeutung, weil die Stadt 2027 Austragungsort der JugendKunstTriennale sein wird. Deshalb werden der Flyer und die Informationen auch an Schulen sowie an Kultur- und Jugendeinrichtungen verteilt. Wer seine Arbeiten in Chemnitz abgeben möchte, kann das vom 12. bis 14. Januar 2027 jeweils zwischen 13 und 18 Uhr im Kultur.Raum im Foyer des TIETZ an der Moritzstraße 20 tun.

Bei Fragen steht Simone Becht vom Kulturmanagement im Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz telefonisch unter 0371 488-4106 oder per E-Mail an bildende-kunst(at)stadt-chemnitz.de zur Verfügung.

Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.

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