Start Mittelsachsen Döbeln: Abriss am Mühlgraben und Förderung für Kinder und Jugendliche in Döbeln
Artikel von: Redaktion Regionalspiegel
28.08.2026

Döbeln: Abriss am Mühlgraben und Förderung für Kinder und Jugendliche in Döbeln

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Bild: Adobe Stock / terovesalainen

Wir haben die kommunalen Kanäle von Döbeln gecheckt und zusammengetragen, welche Meldungen der Stadt für die Einwohner wichtig sein könnten. Hier finden Bürgerinnen und Bürger aktuelle Nachrichten aus ihrer Stadt im Überblick.

Abriss am Mühlgraben sorgt ab 24. August für Verkehrsbehinderungen

Ab 24. August 2026 müssen Verkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich Sörmitzer Straße/Karl-Liebknecht-Straße/Am Mühlgraben in Döbeln mit Einschränkungen rechnen. Dort lässt die Stadt ein Wohnhaus abreißen. Dafür werden die Straße Am Mühlgraben und die Karl-Liebknecht-Straße in diesem Abschnitt halbseitig gesperrt.

Der Abriss ist nach Angaben der Stadt eine notwendige Voraussetzung für die spätere Neugestaltung des Kreuzungsbereichs. Die Kommune will den bislang engen und unübersichtlichen Knotenpunkt mittelfristig umbauen. Bereits vor einigen Jahren hatte sie die Immobilie erworben.

Nach derzeitiger Planung soll der Kreuzungsumbau im Jahr 2027 umgesetzt werden. Dabei sind mehrere Veränderungen vorgesehen. Unter anderem soll die Spitzkehre von der Straße Am Mühlgraben entschärft werden. Außerdem soll der Fußweg von der Sörmitzer Straße zum Wohngebiet Döbeln-Ost I weitergeführt werden.

Die Verkehrsbehinderungen sollen voraussichtlich bis Ende August 2026 andauern. Betroffen ist damit zunächst vor allem der Bereich rund um die Kreuzung, an dem es durch die halbseitigen Sperrungen zu Einschränkungen im Verkehrsfluss kommen kann.

Mit dem aktuellen Abriss schafft die Stadt die Grundlage für die geplante Umgestaltung. Für Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer bedeutet das in den kommenden Tagen und Wochen vor allem Geduld im Baustellenbereich.

Wappenhenschstiftung fördert vier Projekte für Kinder und Jugendliche in Döbeln

In Döbeln sind Mittel aus der Wappenhenschstiftung an vier Projekte für Kinder und Jugendliche vergeben worden. Oberbürgermeister Sven Liebhauser und Stadtkämmerin Claudia Gau übergaben die Bescheide am Dienstag, 11. August 2026, im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses.

Die Stiftung erzielte im Jahr 2025 einen Zinsertrag von rund 12.000 Euro. Der Vorstand der Wappenhenschhauptstiftung hatte in seiner Sitzung am 9. Juni 2026 beschlossen, aus den Erträgen des Wappenhenschen Vermögens mehrere beantragte Vorhaben zu unterstützen. Die Gelder sollen nach der Stiftungssatzung sozial benachteiligten Döbelner Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Gefördert wird unter anderem der Förderverein der Oberschule Am Holländer. Für das Projekt „Frühstücksangebot für sozial benachteiligte Schüler und Schülerinnen“ wurden 5.820 Euro bewilligt. Die Jugendhilfeeinrichtung Jumpers – Jugend mit Perspektive gGmbH erhält 2.500 Euro für das Projekt „Ma(h)l-Zeit in Döbeln Nord“. Außerdem bekommt die Schloßbergschule, Schule mit Förderschwerpunkt Lernen, 468,75 Euro für ein Präventionsprojekt zum Thema „Richtiges Verhalten bei Gewalt“.

Auch der Döbelner Sportclub 02/90 e.V. wird unterstützt. Für Trainingsbälle und notwendiges Zubehör für die F- und E-Jugend bewilligte die Stiftung 1.110,75 Euro. Damit sollen auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien gleichberechtigt am Trainingsbetrieb teilnehmen können.

Nach Angaben der Stadt besteht jedes Jahr die Möglichkeit, Mittel aus den Erträgen der Wappenhenschstiftung zu beantragen. Antragsberechtigt sind unter anderem Vereine, Einrichtungen und auch Privatpersonen. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsvorstand, dem der Oberbürgermeister, der Kämmerer, fünf Stadträte sowie zwei Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Trinitatis-Kirchgemeinde Döbelner Region angehören.

Abkochgebot in Döbeln aufgehoben: Trinkwasser wieder einwandfrei

Das Gesundheitsamt des Landkreises Mittelsachsen hat das am Mittwoch, 12. August, verhängte Abkochgebot für Trinkwasser in einigen Wohnblöcken in der Givorser, Nossener und Unnaer Straße in Döbeln am Sonntag, 16. August, aufgehoben. Nach Angaben der Stadt hatte das Labor bestätigt, dass das Trinkwasser wieder bedenkenlos genutzt werden kann und allen Vorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht.

Die betroffenen Anwohner wurden am Sonntagvormittag per Handzettel und Aushang informiert. Das Gesundheitsamt hatte das Abkochgebot zuvor als Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz der Verbraucher ausgesprochen, nachdem bei einer Probenahme an einem Hydranten in der Unnaer Straße eine Verunreinigung mit Enterokokken festgestellt worden war.

Zwischenzeitlich hatte Veolia als Betriebsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz das Versorgungsnetz intensiv gespült und desinfiziert. Eine am Freitagmorgen, 14. August, entnommene Probe war nach der 48-Stunden-Analyse in Ordnung. Damit sah die Behörde die Voraussetzungen erfüllt, um das Abkochgebot wieder aufzuheben.

Der Vorfall stand im Zusammenhang mit einem Rohrbruch in der Unnaer Straße vom 4. August. Um die Wasserversorgung zeitnah wiederherzustellen, war eine Art Bypass gebaut worden, damit das Leck umgangen werden konnte. Inzwischen wurde der Rohrbruch repariert. Bei der Verbindung des neuen Leitungsabschnittes mit dem vorhandenen Netz wurde am Hydranten schließlich die erhöhte Keimkonzentration festgestellt.

Schon bei kleinsten Mengen von Enterokokken im Trinkwasser handelt die Behörde mit einem zeitlich begrenzten Abkochgebot. Mit der Aufhebung können die betroffenen Haushalte ihr Trinkwasser in den genannten Straßen nun wieder ohne Einschränkungen nutzen.

Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.