Das Erzgebirge wird zur Wolfsheimat
Region. Insgesamt 38 Wolfsrudel, vier Paare sowie zwei sesshafte Einzeltiere gibt es derzeit in Sachsen. Dies bestätigen Daten einer wissenschaftlichen Auswertung im Monitoringjahr, welche die das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden bekannt gegeben hat.
Der Schwerpunkt des Wolfsvorkommens liegt nach wie vor in Ostsachsen. Dort wird auch die höchste Dynamik in Bezug auf die Etablierung und Verschiebung von Wolfsterritorien beobachtet. Dadurch ist ein unmittelbarer Vergleich der Anzahl an Territorien zu vorherigen Monitoringjahren nicht möglich. So haben sich im Monitoringjahr 2022/2023 in Ostsachsen das Wolfspaar Graureihersee sowie die drei Rudel Elstra, Leippe und Ralbitz neu etabliert. Gleichzeitig konnten die beiden Wolfsterritorien Stolpen-Hohenstein und Rosenthal nicht mehr nachgewiesen werden. Unklar ist derzeit auch, ob das Rudel Raschütz noch existiert.

In Nordsachsen ist im Raum Liebschützberg eine Wölfin sesshaft geworden und ein neu etabliertes Wolfspaar im Wermsdorfer Forst hat Nachwuchs bekommen. Damit wird es jetzt als Rudel geführt. Zusätzliche Wolfsaktivität wird aktuell im Raum Muldenberg im Erzgebirge beobachtet. Ob sich dort tatsächlich ein Wolf oder Wolfspaar etabliert hat, konnte bislang nicht geklärt werden.



