Kampf gegen Crystal & Co.
Berlin/Annaberg-Buchholz. Es bewegt sich etwas – jetzt auch im Bundesinnenministerium. Mit dem Revolution Train hat man ein wirksames Instrument für die aktive Drogenprävention geschaffen. Rund 36.000 Kinder und Jugendliche sind bis heute in den Antidrogenzug eingestiegen, haben in extrem realistischer Art und Weise erfahren, wie Crystal und Co. auf Körper und Geist wirken, Konsumenten in die Abhängigkeit stürzen und ihr Leben kontinuierlich zerstören – bis zum Tod.
Revolution Train 2.0
Nun arbeiten Rolf Schmidt, Oberbürgermeister von Annaberg-B., Mitarbeiter der Stadt, der Annaberger Rotary Club, in Person von Andreas Engert, der Stiftungsfonds „Neues Tschechien“ sowie viele weitere Partner an einem „Revolution Train 2.0“, der mit moderner Medien- und Präsentationstechnik ausgestattet werden soll. Damit verbunden sind Überlegungen, den Unteren Bahnhof in Annaberg-B. sozusagen als Zentralbahnhof wieder zu aktivieren, um den Antidrogenzug von dort aus weiter ins Erzgebirge bzw. in sächsische Städte und in andere Bundesländer zu schicken.
Lobende Worte des Bundesinnenministers
Denkbar wäre sogar, dass das Projekt europaweit ausgedehnt wird. Doch von den Initiatoren allein ist dies finanziell nicht zu stemmen. Daher hofft man auf breite Unterstützung aus Dresden und Berlin. Diese lebt jetzt, nach der Einladung ins Bundesinnenministerium, richtig auf. Der Bundesinnenminister Lothar de Maiziere höchstpersönlich empfing letzte Woche die Gruppe, lobte ihr ehrenamtliches Engagement und ließ sich das Projekt „Revolution Train 2.0“ näher vorstellen. Dabei konnten die aktiven Erzgebirger den verantwortlichen Referatsleitern für Drogenkriminalität ihr Anliegen vortragen und mit ihnen einen Termin im Zug vereinbaren. „Damit wurden uns bisher verschlossene Türen geöffnet und das Projekt sowie dessen Finanzierung nimmt jetzt endlich richtig Fahrt auf“, erklärte hierzu Stadtrat Andreas Engert (CDU), der von Beginn an sein Herzblut in das Projekt investierte. Eingefädelt hatte den Empfang der Delegation aus Annaberg-Buchholz und Prag Günter Baumann (CDU), der als Bundestagsmitglied seit vielen Jahren schon die Interessen des Erzgebirges in Berlin vertritt.
Der nächste Schritt
Nun im nächsten Schritt sollen sich Vertreter des BMI im Herbst persönlich von der Effektivität des Revolution Train überzeugen. Fördermöglichkeiten für den Antidrogenzug würden im Ministerium bereits jetzt geprüft. Auch MdB Günter Baumann engagiert sich weiter, ruft das Thema im Innenausschuss des Bundestages auf den Plan. Wie der engagierte Politiker sagte, könne er sich gut vorstellen, sich auch nach seiner Pensionierung für die Realisierung des Revolution Train 2.0 einzusetzen.


