Sonntag, 18. Oktober 2026

regionalspiegel. – Aktuelle Nachrichten, Verkehrsmeldungen und Events in Sachsen.

Arbeiten statt Schulbank drücken

Die Stadtwerke Annaberg-Buchholz boten Schülern Arbeitsmöglichkeiten für „genialsozial 2017“.

Von Andre Kaiser

· 1 Min. Lesezeit

Annaberg-Buchholz. In der letzten Woche vor den großen Ferien ticken die Uhren an den Schulen anders – die Zeugnisse sind längst geschrieben und der Unterricht gestaltet sich ungewohnt.

Seit einigen Jahren gibt es das Angebot für die Jugendlichen, sich in dieser Zeit an der Aktion „genialsozial“ zu beteiligen. Diese funktioniert so: Schüler suchen sich einen Arbeitsplatz für einen Tag und erhalten einen Stundenlohn für die von ihnen verrichteten Arbeiten. Dieses wird an die Sächsische Jugendstiftung überwiesen, welche die Mittel anteilig an eine global tätige Hilfsorganisation und ein in Sachsen laufendes Projekt vergibt. Ein kleinerer Teil wird für die Organisation von „genialsozial“ verwendet. „Arbeitgeber“ können Unternehmen, Vereine, aber auch Privatpersonen (z.B. hilfsbedürftige Nachbarn) sein. Die Stadtwerke Annaberg-Buchholz bieten zu diesem Aktionstag schon seit Jahren  jungen Menschen Gelegenheit, für einen Tag ihren Platz in der Schulbank mit einem „Arbeitsplatz“ zu tauschen. So war am 20. Juni dieses Jahres ein Schüler im Fachbereich Strom tätig, eine Schülerin in der Schwimmhalle Atlantis.

Felix Sachse, der die 9. Klasse der Heinrich-Heine-Oberschule Lauter besucht, archivierte alte Unterlagen zu Trafostationen der Stadtwerke Annaberg-Buchholz. „Das war für mich schon interessant. Zudem ist es ein gutes Gefühl, wenn man anderen mit seiner Arbeit helfen kann. Deshalb hatte ich hier angefragt und mich gefreut, dass es gleich klappte.“

Wenn Felix auch nur einen kleinen Betrag erwirtschaftete, so waren es doch zehntausende Schüler in Sachsen, die das ebenfalls taten. Auf diese Weise kam auch in diesem Jahr mehr als eine halbe Million Euro zusammen.

Autor: Mike Päßler

Mehr aus dem Erzgebirge

Alle →