Sonntag, 18. Oktober 2026

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Auer Veilchen gehen in Unterzahl in München leer aus

Mit einer klaren 2:6 Niederlage kehrte am Freitagabend der FC Erzgebirge Aue aus der Münchener Allianz Arena zurück. So komisch, wie es klingen mag, die Veilchen waren dabei keineswegs schlechter als ihr Gegner.

Von Redaktion Regionalspiegel

· 3 Min. Lesezeit

Die 2.000 mitgereisten Aue-Fans unterstotzten die Mannschaft vorbildlich. Fot: Stefan Unger
Die 2.000 mitgereisten Aue-Fans unterstotzten die Mannschaft vorbildlich. Fot: Stefan Unger

Mit einer klaren 2:6 Niederlage kehrte am Freitagabend der FC Erzgebirge Aue aus der Münchener Allianz Arena zurück. So komisch, wie es klingen mag, die Veilchen waren dabei keineswegs schlechter als ihr Gegner. Doch eine völlig unberechtigte Rote Karte und einen damit verbundenen Foulelfmeter beim Stand von 2:1 gegen Sebastian Hertner war der Knackpunkt im Spiel. Dies war aber nicht die einzige Benachteiligung gegen Aue.

Bisher gab es 18 Pflichtspiele zwischen 1860 München und dem FC Erzgebirge Aue. Sechsmal gingen die Löwen als Sieger vom Platz, fünfmal die Veilchen. Sieben Remis stehen zu Buche. Aues Trainer Pavel Dotchev nahm keine Veränderungen vor und vertraute der gleichen Elf, die zuletzt 1:3 gegen Union Berlin verloren hat.

1860-Coach Kosta Runjaic stellte sein Team nach dem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen bei den Würzburger Kickers auf fünf Positionen um: Für Wittek (Gelbsperre), Karger (nicht im Kader), Adlung, Neuhaus und Mugosa (alle Bank) rücken Stojkovic, Aycicek, Liendl und Olic in die Startelf. Außerdem gibt der 18-jährige Jakob sein Zweitliga-Debüt in der Abwehr.

Die Veilchen sorgten gleich nach der ersten Ecke für Aufregung. Louis Samson traf den Pfosten. Den Löwen merkte man sofort eine gewisse Verunsicherung an. Die frühe Führung in der 16. Minute für den TSV! Aycicek macht es direkt und zirkelt den Ball von der Strafraumkante, mittig-links, direkt ins Tor!

Nur sechs Minuten danach das zweite Tor für die Bayern. Olic will mit viel Dynamik an Rizzuto vorbeigehen, doch der Auer holt den Angreifer ziemlich plump in der eigenen Hälfte von den Beinen. Ein berechtigter Strafstoß, Liendl verwandelt sicher. Mit zwei Standartsituationen machen die Löwen zwei Tore.

In der 29. Minute meldete sich Aue zurück ins Spiel. Eine weite Links-Flanke von Mario Kvesic unterlief Torhüter Zimmermann, Pascal Köpke brauchte nur den Fuß hinzuhalten. Danach drückten die Gäste dem Spiel den Stempel auf und schürten die 1860-er in deren Hälfte ein. Per Kopf traf Steve Breitkreuz nach einem Freistoß den Pfosten (37.).
Doch dann entschied in der 42. Minute der schwache Schiedsrichter Thorben Siewer auf Strafstoß für die Hausherren- ein ganz klare Fehlentscheidung, wie sich herausstellte.

Olic sprintet frei auf das Tor zu, umspielt Keeper Haas und hält dann aus spitzem Winkel drauf. Hertner ist mit gelaufen und klärt den Ball kurz vor der Linie im Liegen mit dem Kopf. Der Unparteiische hatte sich offenbar von seinem ausgestreckten Arm irritieren lassen – und zeigte die Rote Karte. Liendl verwandelt erneut sicher.
Liendl m schlug in der 49. Minute einen hohen Steilpass aus der eigenen Hälfte in die Spitze auf Mölders.

Der schüttelte Breitkreuz ab und schießt dann vorbei an dem herausgeeilten Haas aus rund zwölf Metern ins Tor zum 4:1. Aue gab in Unterzahl niemals auf und spielte weiter mutig nach vorn. Und wurden mit dem zweiten Tor durch Cebio Soukou belohnt. Der Mittelfeldspieler zog in der 55. Minute aus 17 Meter ab und traf zum 2:4. Im weiteren Spielverlauf hatten die Lila-Weißen mehr vom Spiel und drängten die Löwen vors eigene Tor.

Die müden Münchener konterten in der 72. Minute schließlich die Auer aus und erzielten durch Aycicek nach gekonnter Vorarbeit von Olic das fünfte Tor. Ähnlich auch das sechste Tor, als die Münchener nach einem Konter durch Adlung zum 6:2 in der letzten Minute kamen.

Aue: Haas – Rizzutto, Riedel, Breitkreuz, Hertner – Tiffert, Samson (69. Pepic), Soukou, Kaufmann (73. Adler) – Kvesic (77. Wegner) – Köpke. Trainer: Pavel Dotchev.
München: Zimmermann, Stojkovic, Uduokhai, Mauersberger, Jakob, Aycicek, Lacazette, Perdedaj (67. Peredaj), Liendl – Olic (85. Adlung), Mölders. Trainer: Kosta Runjaic.
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen).

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