Marienberg. Es sollte ein rauschendes Festjahr mit verschiedenen Veranstaltungen und zwei grandiosen Festwochenenden werden. Doch daraus wird leider nichts, jedenfalls nicht in diesem Jahr. Die Bergstadt Marienberg hat bekannt gegeben, ihre Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag ihrer Gründung komplett auf 2022 zu verschieben.
Oberbürgermeister André Heinrich erklärte hierzu: „Wir gehen davon aus, dass die Pandemielage eine solche Veranstaltung Ende April noch nicht zulässt und auch im Juli noch kein Fest in der bekannten Form stattfinden kann.“ Bereits vor Bekanntgabe der Entscheidung, das Stadtfest um ein Jahr zu verschieben, hatte sich Heinrich mit den Stadträten darauf verständigt. Das Stadtoberhaupt: „Der Stadtgeburtstag soll mit allen gefeiert werden: ohne Masken, ohne Mindestabstände, ohne Besucherbegrenzung, ohne Hygienekonzepte. Einfach ohne all das, was uns nur belastet.“
So müssen sich die Marienberger auf ihr Jubiläumsfest wohl noch einige Zeit gedulden. Um ihnen die Wartezeit etwas zu verkürzen, ist in diesem Jahr für Ende April ein digitaler Festgottesdienst geplant, mit dem an die Stadtgründung erinnert werden soll. Zudem will man ab Ende April monatlich Videoclips veröffentlichen, in denen Akteure, die sich am Stadtfest beteiligt hätten, eingebunden werden, so Heinrich. „Damit wollen wir die Lust aufs Feiern und die Vorfreude erhalten. Außerdem wird in der ersten Jahreshälfte 2021 eine auf 500 Stück limitierte Stadtchronik herausgegeben. Diese muss jedoch im Vorfeld verbindlich bestellt werden. Einen entsprechenden Vordruck finden Interessenten im Amtsblatt und auch auf der Internetseite www.500jahre.marienberg.de“, so das Stadtoberhaupt.
Und wie geht es nun mit der Planung des Festes weiter?
Wie André Heinrich sagt, will er an dem bisherigen Konzept festhalten. In den kommenden Tagen und Wochen wolle man sich mit den für das geplante Stadtfest vertraglich Gebundenen in Verbindung setzen und versuchen, die Veranstaltungen für das Jahr 2022 zu vereinbaren. Der Oberbürgermeister: „Die Termine für die Festwochenenden passen schon einmal. Allerdings müssen wir abstimmen, ob beispielsweise der Kreuzchor ein Konzert geben oder ob die Lieder- bzw. die Kammliedertour verschoben werden kann.“
Insgesamt sind für das Stadtfest 625.000 Euro mit einem Eigenanteil der Stadt von rund 240.000 Euro eingeplant. Eintrittsgelder, Standmieten, Spenden und der Verkauf von Werbeartikeln sollen die Differenz deckeln.



