Annaberg-Buchholz/ Mildenau/ Königswalde. Immer am 2. Sonntag im September laden Denkmäler ein, entdeckt zu werden. Vom Dom bis zum technischen Denkmal ist alles dabei. Bundesweit werden fachkundige Führungen an historischen Stätten geboten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Ausrichter des Denkmaltages ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
Das alte Wasserwerk in Königswalde
Auch die Stadtwerke Annaberg-Buchholz beteiligen sich wieder, öffnen am 10. September das alte Wasserwerk Annaberg in Königswalde/ OT Brettmühle.

Hier lebt Technikgeschichte auf und lässt die Herzen der Besucher höher schlagen. Eindrucksvoll sind die Trinkwassergewinnung mittels der im Original erhaltenen Pumpenanlage, die Wasserkraftanlage und das gemeinsam mit dem Dampflokwerk Meiningen reparierte Lanz-Lokomobil.
„Alljährlich lassen es sich viele technisch Interessierte nicht entgehen, die Anlage mit Transmission, hölzernem Zahnradantrieb und Turbinenantrieb in Augenschein zu nehmen. Deshalb sind wir auch diesmal wieder beim Denkmaltag dabei. Dass an gleichem Ort mit einer modernen Wasserkraftanlage sauberer Strom gewonnen wird, beeindruckt zusätzlich“, erklärt Steven Ruthe, Mitarbeiter der Stadtwerke Annaberg-Buchholz Energie AG, der durch die Anlage führen und gern die Fragen der Besucher beantworten wird. (Quelle: Stadtwerke/ Mike Päßler)
Das Technische Denkmal „Wasserwerk Annaberg“ ist am Sonntag, dem 10. September 2017, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Das Erblehngericht in Mildenau
Ein weiteres geschichtsträchtiges Objekt öffnet in diesem Jahr erstmals seine Tore zum Tag des offenen Denkmals. Die Rede ist vom Erblehngericht in Mildenau.

Foto: Hans Feller
Ab 11 Uhr können hier Besucher an dem 10. September auf den Pfaden der alten Erblehnrichter wandeln und das kulturelle Erbe unserer Heimat kennenlernen. Warum wurden Erblehnrichter früher überhaupt eingesetzt und welche Aufgaben hatten sie? Auf diese und weitere Fragen sollen an dem Tag Antworten geliefert werden.
„Gleichzeitig berichten wir über die Sicherungsarbeiten zur Revitalisierung des ältesten Gebäude in Mildenau. Mit Fotos zeigen wir auf dem Rundgang, wie sich das Denkmal bis heute verändert hat. Vielleicht können wir unseren Gästen auch die immer wieder gern gestellte Frage beantworten: ‚Wann geht‘s denn los mit der Revitalisierung?'“, so die Veranstalter des Fördervereins.
Wer diesen kennt, der weiß, dass es an solch einem Tag auch an Kulinarischem vom historischen Koch-Ofen sowie aus dem Holzbackofen nicht fehlen wird. Jeder ist herzlich eingeladen, telefonisch unter der Nummer 03733-5969950.


