Stollberg. Bereits am Montag (26.02.2018) fand der Jahresempfang der IHK Chemnitz, Regionalkammer Erzgebirge in Stollberg statt. Um die 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Einladung in den Bürgergarten. Nach der Eröffnungsrede von Präsident Gert Bauer, erwartete die Teilnehmer ein inspirierender Vortrag des Diplompsychologen Joachim Kallenberg zum Thema „Führung und Zusammenarbeit“.
Präsident Gert Bauer ließ die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren, betonte die Wichtigkeit des IHK-Ehrenamtes und wies in seiner Rede auf bevorstehende Herausforderungen der regionalen Wirtschaft hin. Es gelte unbedingt dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Wege zu finden, die Attraktivität des Erzgebirgskreises zu stärken. Auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur, welcher heute zu einem Grundversorgungsbedürfnis für die Wirtschaft geworden ist, müsse unbedingt beschleunigt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit regional ansässiger Unternehmen gewährleisten zu können. Bauer appellierte an die Politik und plädierte dabei für die Modernisierung des Unternehmenssteuerrechts, den Abbau von Bürokratie und „Beamtenwillkür“ und die Schaffung von essentiellen Rahmenbedingungen, die einen zeitgemäßen Zugang zur digitalen Infrastruktur ermöglichen.
Gert Bauer: „Die Gespräche der vergangenen Wochen mit unserem neuen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer stimmen mich optimistisch, dass Versäumnisse der Vergangenheit erkannt wurden und die Lösung der Probleme engagiert angegangen werden. Ich bin froh darüber, dass zunehmend die Wirtschaftsstandorte abseits der großen Ballungszentren im Fokus der Staatsregierung stehen – und das zu recht. Denn derzeit ist es vor allem für Unternehmen im ländlichen Raum zunehmend schwieriger, im Wettbewerb mitzuhalten. Eine florierende Wirtschaft benötigt Arbeitskräfte. Die angespannte Fachkräftesituation ist nach wie vor ein großes Thema, welchem es unbedingt entgegenzuwirken gilt. Um den Zuzug neuer Fachkräfte zu forcieren, aber gleichzeitig auch junge Menschen im Erzgebirgskreis zu halten, muss die Attraktivität unserer Region weiter gestärkt werden. Das erfordert unter anderem eine leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur, eine flächendeckende schnelle Internetversorgung, ein attraktives Nahverkehrsangebot, belebte Innenstädte und unbedingt ein modernes Bildungssystem.“
Die IHK Chemnitz, Regionalkammer Erzgebirge arbeitet mit Hochdruck daran, den Erzgebirgskreis als attraktiven Wirtschaftsstandort zu stärken und wird sich auch im laufenden Jahr intensiv für verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Region einsetzen.
PM


