Region. Kürzlich besuchte Staatsminister Thomas Schmidt in Luxemburg den Präsidenten des Europäischen Rechnungshofs, Klaus-Heiner Lehne. Dort setzte sich der sächsische Politiker für eine Vereinfachung der Förderung für den Ländlichen Raum ein.
„Ich freue mich, dass Herr Präsident Lehne diesen Vorschlägen aufgeschlossen gegenübersteht“, so der Minister nach den Gesprächen. Im Gespräch waren Möglichkeiten, entsprechende Fördermaßnahmen künftig stärker auf die Ergebnisse auszurichten. „Gleichzeitig müssen die teilweise sehr komplizierten Verfahren vereinfacht werden, und zwar sowohl für die Antragsteller als auch für die nationalen Verwaltungen. Dieser Ansatz könne dazu beitragen, ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erreichen“, so Staatsminister Schmidt.
Das Treffen ist im Erzgebirge nicht unbemerkt geblieben. Im Gespräch mit der Redaktion von WochenSpiegel Erzgebirge äußerte sich hierzu Andi Weinhold, zuständiger Regionalmanager des Förderprogramms LEADER in der Region Annaberger Land. Dieses 13 Kommunen rund um Annaberg-Buchholz umfassende Gebiet habe den Förderstatus LEADER zur Entwicklung des Ländlichen Raumes bereits seit 2007. Seitdem wurden rund 250 Projekte umgesetzt.
Weinhold weiter: „Schon damals war die Antragstellung aufwändig, seit Beginn der Förderperiode 2014 bis 2020 jedoch für viele eine echte Herausforderung, besonders für Unternehmen, Vereine, Kirchen und Privatpersonen. Diesen Antragstellern gehen wir deshalb zur Hand und erläutern und begleiten, um zu vermeiden, dass sie deswegen aufgeben. Denn schließlich wollen wir ja die Fördermittel in der Region selbst verwenden. Dass jetzt daran gedacht wird, das ganze Antragsverfahren zu vereinfachen, halten wir für eine recht nützliche Sache. Gespräche hierzu gab es bereits anlässlich des Besuches von Minister Schmidt am 25. Juli in Cranzahl und auch zu zwischenzeitlich stattgefundenen Beratungen mit Vertretern seines Ministeriums und des Landratsamtes als zuständige Zuwendungsbehörde, mit denen wir im Sinne der Sache eng zusammenarbeiten. Wir sind der Auffassung, dass bestimmte Formalitäten sein müssen, denn letztlich geht es um viel Geld, aber manches könnte schon vereinfacht oder abgekürzt werden bzw. entfallen“.
Der Region Annaberger Land stehen bis 2020 rund 12 Mio Euro an Fördermitteln zur Verfügung, wovon gut 1/3 bis jetzt untersetzt sind. Die Palette umfasst Vorhaben aus Infrastruktur, Wirtschaft, Natur und Umwelt sowie Soziales.


