Sonntag, 18. Oktober 2026

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fabulix: Auch nach dem Festival gibt es einiges zu erleben

Von Björn Max Wagener

· 3 Min. Lesezeit

Die Aufnahmen wirken nahezu lebendig. Foto: Stadt Annaberg-Buchholz

Ausstellung im Städtischen Museum

Annaberg-Buchholz. Während im Stadtbild auf den ersten Blick nichts mehr an das dritte fabulix-Märchenfestival erinnert, zeigt sich im Städtischen Museum noch bis zum Herbst eine exklusive Ausstellung. Im Rahmen des Festivals eröffnete die Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm Dresden (DIAF). Diese lädt die Besucher in eine Welt aus Fantasie und Kreativität ein. Im bekannten DEFA-Studio für Trickfilme und seinen Nachfolgen haben zahlreiche Märchen, Sagen, Fabeln und Volksbücher das Licht der Leinwand erblickt. Aufwendige Szenerien und Figuren aus den vergangenen Jahrzehnten der Trickfilmproduktion wurden für die Nachwelt bewahrt und werden nun erstmalig außerhalb von Dresden gezeigt. Noch bis zum 15. Oktober können Interessierte die Ausstellung im Erzgebirgsmuseum auf der Großen Kirchgasse erleben.

Märchen-Quiz lockt ebenfalls ins Museum

Ergänzend zur DEFA-Sonderausstellung lockt das Erzgebirgsmuseum noch bis zum 10. September mit der Brüder-Grimm-Sammlung große und kleine Besucher nach Annaberg-Buchholz. Die Exponate stammen aus den Schätzen der Städtischen Museen, der Sammlung Ströher, dem Kostümfundus des Eduard-von-Winterstein-Theaters sowie aus Privatbesitz. Als visuelle Ergänzung sind die Märchen mit Zeichnungen von Lea Grundig illustriert.

Auch das tapfere Schneiderlein gehört zu den Märchen der Gebrüder Grimm. Foto: Jörg Heinicke

Darüber hinaus sind die Besucher eingeladen ihre Märchenkenntnisse bei einem Quiz unter Beweis zu stellen. Die Herausforderung besteht darin, anhand der dargestellten Szenen das dazugehörige Märchen zu erraten. Wer die richtigen Antworten gibt, hat die Chance einen kleinen Preis zu gewinnen.

Eine Märchenreise mit Hans Christian Andersen

Ebenfalls bis zum 10. September können sich Besucher auf eine Märchenreise in der Manufaktur der Träume begeben. Dort erleben sie die eher wenig bekannte Seite des berühmten Märchendichters. Hans Christian Andersen, weithin bekannt für seine Märchendichtungen, war weitaus mehr. In ihm steckten auch ein talentierter Zeichner und Scherenkünstler. Neben seinen literarischen Werken gehören auch Zeichnungen, Bilderbücher und Scherenschnitte zu seinem kreativem Erbe. Besonders die Scherenschnitte entstanden oft ganz spontan, während er als Gast verweilte. Diese verschenkte Andersen oft aus der Situation heraus. Trotz dessen sind die Motive ebenso fantasievoll wie auch seine Zeichnungen, welche bei Reisen durch ganz Europa entstanden.

Zu sehen gibt es unter anderem auch den Wandschirm, welcher im Original durch Andersens Hand in den Jahren 1873/74 entstand. 8 Tafeln, die über und über mit Bildern beklebt sind. Mit jeder Tafel widmet sich der dänische Künstler jeweils einer Idee oder einem von ihm bereisten Land. Ursprünglich stand dieser vor Andersens Bett, um es zu verbergen. Im Sommer 2023 kann dieses „große, bunte Märchen“ nun in Annaberg-Buchholz entdeckt werden. Neugierige können sich auch von dem Schriftsteller selbst durch die Ausstellung führen lassen und dabei viele Geschichten aus seinem Leben erfahren, die man in keinem seiner Werke lesen kann. Die Führung kann in der Tourist-Information, Telefon 03733 – 19433, gebucht werden.

Fotoausstellung „Fabelhaftes Annaberg-Buchholz“

Noch bis zum 20. August lädt die Fotoausstellung „Fabelhaftes Annaberg-Buchholz“ in das Kulturzentrum Erzhammer ein. Dort präsentiert sich in der „Galerie im Treppenhaus“ das Fotografenteam „IN AETERNUM FOTOGRAFIE“, bestehend aus Carolin Meyer, Maria Göbel und Olaf Martin, mit seinen Werken.

In der Ausstellung präsentierten die Fotografen eine Vielzahl beliebter Märchenszenen, darunter Momente aus den bekannten Geschichten von Rübezahl, Rapunzel und den Drei Haselnüssen für Aschenbrödel. Die Fotografen fangen die Magie und den Charme der Märchenwelt auf ihre ganz eigene Art ein, wodurch sie nahezu lebendig wirken. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung auch 20 bekannte Persönlichkeiten aus Annaberg-Buchholz, darunter Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz, Mundart-Sänger und Stadtratsmitglied Jörg Heinicke und Theaterschauspieler und Sänger Leander De Marel.

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