Sonntag, 18. Oktober 2026

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Frühe Frühjahrsstimmung am Arbeitsmarkt

Trotz der frostigen Februartage steigt die Arbeitslosigkeit im Erzgebirgskreis entgegen den Erwartungen im Vergleich zum Vormonat nicht an – ein positives Signal, wie der Arbeitsagentur-Chef Siegfried Bäumler erklärt.

Von Andre Kaiser

· 2 Min. Lesezeit

Annaberg-Buchholz. Eine unveränderte Arbeitslosenquote, weiterhin die niedrigste in ganz Sachsen, sprunghafter Anstieg der Stellenmeldungen – und das trotz der kalten Februartage. Der Arbeitsmarkt im Erzgebirge brummt entgegen den Erwartungen. Schließlich ist es in unserer Gebirgsregion ja eigentlich Tradition, dass die Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten eher steigt. Siegfried Bäumler hat für diesen eher ungewöhnlichen Trend jedoch eine Antwort parat. Der Leiter der Annaberger Arbeitsagentur: „Der regionale Arbeitsmarkt stellt sich bereits auf den Frühling ein. Zumindest zeigen das die aktuellen Zahlen.“

Demnach habe es trotz frostiger Temperaturen bereits erste Anzeichen für eine Frühjahrsbelebung gegeben. Der Agentur-Chef: „ In den vergangenen vier Wochen meldeten sich deutlich weniger Menschen aus der Erwerbstätigkeit arbeitslos. Zugleich stieg die Zahl der Arbeitsaufnahmen deutlich an. Mit 660 gemeldeten, freien Stellen innerhalb eines Monats verzeichnen wir  zudem ein Plus von 245 Offerten oder 60 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das zeigt, dass die Geschäfte in Unternehmen wieder anlaufen und Aufträge abgearbeitet werden müssen. Dazu werden Arbeitskräfte für alle Branchen gebraucht und selbstverständlich bringen auch wir – durch unser vielfältiges Dienstleistungsangebot – unseren Beitrag dazu ein. So öffnen wir am 10. März, von 10 bis 13 Uhr unsere beiden Job Cafés in Annaberg-Buchholz und Aue für Pendler und Jobwechsler und bieten dort freie Stellenangebote aus der Region an.“

Zahlen und Fakten

Im Vergleich zum Vormonat liegt die Arbeitslosenquote im Erzgebirgskreis unverändert bei 5,4 Prozent, die niedrigste Quote in ganz Sachsen, vor Zwickau (5,5 Prozent) und Freiberg (5,8 Prozent).
Im Vergleich der Regionen behält Stollberg mit 4,4 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Zschopau (4,7 Prozent) und Marienberg (5,0 Prozent). Eine erstaunliche Arbeitsmarkt-Entwicklung nahm im letzten Monat die Schwarzenberger Region. Während in allen anderen Altlandkreisen die Arbeitslosigkeit leicht stieg oder stagnierte, ist sie hier entgegen dem Trend gesunken. Mit einer Quote von nun 5,1 Prozent konnte Schwarzenberg zu Marienberg aufschließen. Annaberg folgt mit etwas Abstand auf Platz 5 (5,9 Prozent). Die rote Laterne hält nach wie vor Aue mit 6,5 Prozent.

Erfreulich ist, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat alle Regionen einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen konnten. Im Gesamten gesehen bedeutet dies in beiden Rechtskreisen (SGB II und SGB III) einen satten Rückgang von 19,3 Prozent oder anders ausgedrückt 2.264 Arbeitslosen weniger. Demnach sind im Erzgebirgskreis aktuell 9.482 Menschen arbeitslos. Im Februar des letzten Jahres waren es noch 11.746 Männer und Frauen.

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