Samstag, 17. Oktober 2026

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Hilfe für Hospiz Erlabrunn

Nach dem Tod den bekannten Rittersgrüner Bäckermeister Wolfgang Lang, bat die Familie, auf Blumen und Kränze zu verzichten, stattdessen für das Hospiz in Erlabrunn zu spenden. 2500 Euro kamen zusammen. Eine Spende, die Sterbenden zugute kommt.

Von Sven Günther

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trauer

Hospiz Erlabrunn: Trauer-Spende hilft Sterbenden

Von Sven Günther
Erlabrunn/Rittersgrün. Groß ist, wer in tiefster Trauer an andere Sterbende denkt…
Die Menschen kannten Wolfgang Lang in Rittersgrün. Den Lang-Bäck, den Innungs-Obermeister, den Feuerwehrmann, den Ehrenbürgermeister. Im November letzten Jahres schloss er für immer seine Augen, starb im Alter von 70 Jahren plötzlich. Die Einwohner traurig. Die Familie in tiefer Trauer. Trotzdem erinnerte sie sich an Menschen, die im Sterben lagen, entschied: Statt Kränzen und Blumen bitten wir um Spenden für das Erzgebirgshospiz Erlabrunn.
Tochter Sandra Lang: „Es gab im Vorfeld weitere persönliche Erlebnisse, die uns zu diesem Schritt bewogen haben. Wir wollten einfach eine Kleinigkeit bewirken. Heute können wir uns nur bedanken, dass unserer Bitte so zahlreich entsprochen worden ist.“
2500 Euro spendeten die Menschen. 2500 Euro die jetzt vom Erzgebirgsklinikum verwendet wurden, um einen sogenannten Sinneswagen zu kaufen.
Mit ihm kann im Bewohnerzimmer in kurzer Zeit mit Lichteffekten, Farben, Musik oder einer sanften visuellen Stimulation eine entspannende, angstlösende oder aber auch die Wahrnehmung stimulierende Atmosphäre, individuell auf die Bedürfnisse des Bewohners abgestimmt, geschaffen werden.
„Es bedurfte keiner längeren Überlegung, denn unseren Sinneswagen hatten wir bereits einmal geplant, jedoch auf Grund des hohen Preises leider wieder „ad acta“ legen müssen, so die Hospizleiterin, Elvira Tschab. „Diese ohnehin bedeutsame Spende gewann noch einmal an Bedeutung als wir erfuhren, welch familiäres Schicksal, welch persönlicher Verlust, dazu führte“.
Weiter sagt sie: „Es bleibt uns sowie auch im Namen unserer Bewohner nur herzlich Dankeschön zu sagen und zu versichern, dass wir mit ganzem Herzen weiterhin unsere schwerstkranken Bewohner und deren Angehörige in der schwersten Lebensphase überhaupt, in der Zeit des endgültigen Abschieds, bestmöglich betreuen und begleiten.“

Familie Lang bei der Übergabe des Sinneswagens an Elvira Tschab. Foto: M. Knoch
Familie Lang bei der Übergabe des Sinneswagens an Elvira Tschab.
Foto: M. Knoch

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