Sonntag, 18. Oktober 2026

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In der Baubranche brennt die Luft!

Scheitern der Tarifverhandlungen: Bauarbeiter aus dem Erzgebirge wollen am Montag (7. Mai 2018) in Berlin während der Schlichtungsrunde Dampf ablassen.

Von Andre Kaiser

· 1 Min. Lesezeit

Erzgebirge/ Berlin. Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen spitzt sich die ohnehin schon angespannte Lage in der Bau-Branche immer weiter zu. Auf den heimischen Baustellen herrscht derzeit „dicke Luft“, so die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Daher soll sich am kommenden Montag (7. Mai 2018) eine Bauarbeiter-Delegation aus dem Erzgebirgskreis auf den Weg nach Berlin begeben, direkt dorthin, wo die Schlichtungsrunde stattfindet, und richtig Dampf abzulassen.

„Die Stimmung unter den rund 4.320 Bauarbeitern im Erzgebirgskreis ist denkbar mies. Vom Maurer bis zum Kranführer – alle sind stinksauer. Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen zum Scheitern geführt. Das bringt den Bau zum Brodeln“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Andreas Herrmann. „Drinnen wird Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement als Schlichter versuchen, die Arbeitgeber zu einem fairen Angebot zu bewegen. Draußen wird die Bau-Delegation aus dem Erzgebirgskreis laut und deutlich sagen, was sie will. Da ist mächtig Druck auf dem Kessel. Und den Druck lassen die Bauarbeiter in Berlin am Montag ab“, so Andreas Herrmann.

Er kritisiert: „In anderen Branchen drum herum gibt es Tarifabschlüsse. Nur im Baugewerbe blockieren die Arbeitgeber. Und das, obwohl der Bau boomt und die Auftragsbücher voll sind. Zudem ist die Lohnforderung der IG BAU vergleichbar mit der anderer Branchen: sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und gleicher Lohn in Ost und West. Außerdem: Dass ein Monatslohn als Weihnachtsgeld für alle Bauarbeiter mit in den Tarifvertrag gehört, will den Arbeitgebern partout nicht in den Kopf. Aber daran arbeiten wir.“

Andreas Herrmann hat in dem Protest am Montag und im Kampf um bessere Rahmenbedingungen aber auch die Zukunft im Blick. „Immerhin geht es auch darum, den Bau für den Nachwuchs attraktiv zu machen. Wir wollen unter anderem erreichen, dass Azubis die vollen Ausbildungskosten ersetzt bekommen. Dazu gehören dann auch die Kosten für die Fahrt zur Berufsschule.“

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