
Im Ratssaal von Schwarzenberg trafen sich am Dienstag die Teilnehmer der Arbeitsgruppe Runder Tisch Seniorennetzwerk und unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung.
Bis dies möglich war, musste beharrliche Vorarbeit geleistet werden. Bereits im Juni 2016 schuf die Stadt mit Unterstützung von Fördermitteln im Rathaus eine „Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Senioren“. Hier liefen und laufen alle Fäden zusammen. „Wir mussten zuerst den Bedarf der älteren Menschen und ihrer Angehörigen sowie die vielseitigen Angebote und Möglichkeiten erfassen. Und es gibt wirklich jede Menge Aktivitäten in der Stadt“, erklärt Sarah Meyer, Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle. Die gesammelten Informationen werden nun in einer Broschüre zusammengefasst. Sie enthält Infos zu Vereinen, kulturellen Veranstaltungen, Freizeitmöglichkeiten, aber auch zu Pflege und Gesundheit und natürlich zahlreiche Kontaktdaten. Sie soll in den kommenden Wochen fertiggestellt sein. „Gern können sie aber auch mit mir unter Tel. 03774 266142 Kontakt aufnehmen oder bei mir montags und mittwochs von 7 bis 16 Uhr im Rathaus vorbei kommen“, ergänzt Sarah Meyer.
Seniorennetzwerk nimmt seine Arbeit auf
Über Demografie redet man in Schwarzenberg nicht nur, man handelt! Viele soziale Einrichtungen, Vereine und Dienstleister sind seit Jahren in der Seniorenarbeit tätig. Diese Vielfalt soll nun gebündelt und für die Menschen in der Stadt zugänglich gemacht werden. Nach der Koordinierungsstelle Seniorennetzwerk begann mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen nun der Runde Tisch Seniorennetzwerk offiziell sein Wirken.
Die Teilnehmer arbeiten in der Stadtverwaltung Schwarzenberg, der Schwarzenberger Wohnungsgesellschaft mbH, der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg e.V., der AWO Erzgebirge gGmbH, im DRK Kreisverband Aue-Schwarzenberg e. V., im Alterswohnsitz Gut Förstel, in der Volkssolidarität Pflegeservice M&F gGmbH, in der Häuslichen Krankenpflege Gudrun Dötschel und im Pflegedienst Simone Freudenberg mit. Oder sie engagieren sich in der Alltagsbegleitung für Senioren e. V., dem Seniorenclub Schloßblick e. V., im Sozialverband VdK Sachsen e. V., in der AWO Erzgebirge gGmbH, der Volkssolidarität Westerzgebirge e.V. oder im Seniorenverband BRH Regionalverband Schwarzenberg. Und sie haben eines gemeinsam: Sie sitzen am „Runden Tisch Seniorennetzwerk“ und wollen sich für die älteren Menschen einsetzen. Dabei geht es nicht nur um Kranke oder Pflegebedürftige, sondern um die Menschen, die einfach „nur alt“ sind.
Kontinuierliches und nachhaltiges Arbeiten
Netzwerken heißt kennenlernen, Kontakte knüpfen und vermitteln, Informationen austauschen. Regelmäßig werden sich die Teilnehmer des Runden Tischs für Senioren nun treffen, Ideen austauschen und an deren Realisierung arbeiten. So ist zum Beispiel im Rathaus die Einrichtung eines Senioren-Musterzimmers geplant.
Die „Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Senioren“ im Rathaus, welche durch die Sächsische Staatskanzlei gefördert und mit Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen finanziert wird, soll erhalten bleiben. Weitere Fördermittel dafür sind beantragt, Folgeanträge für 2018 in Arbeit. „Es ist wichtig, eine zentrale Stelle zu haben, die alles neutral bündelt und Partner verknüpft“, erklärt Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer. Unabhängig von den Fördermitteln will die Stadtverwaltung diese Anlaufstelle perspektivisch als feste Schnittstelle aufrechterhalten. hb


