Sonntag, 18. Oktober 2026

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Sparen-Gewinnen-Gutes tun

Die Erzgebirgssparkasse unterstützte kürzlich die Wasserwacht Annaberg-Buchholz bei der Anschaffung eines neuen Schlauchbootes. Dabei hatten wir Gelegenheit, uns mit dem Vorsitzenden des Vereins Thomas Bartl zu unterhalten. Lesen Sie hier mehr dazu...

Von Andre Kaiser

· 4 Min. Lesezeit

Schlettau. Diese Investition war dringend notwendig. Letzten Samstag konnten die Mitglieder der Wasserwacht Annaberg im Naturbad erstmals ihr neues Schlauchbot zu Wasser lassen. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch die Erzgebirgssparkasse, welche den Verein dabei finanziell unterstützte. So ließ es sich Jens Römling vom Vorstandsstab nicht nehmen, persönlich vorbei zu schauen. Dem WochenENDspiegel gegenüber sagte er: „Die Mitglieder der Wasserwacht Annaberg leisten sehr viel ehrenamtliches Engagement, benötigen aber auch eine solide und professionelle Ausbildung. Das unterstützen wir sehr gern, speziell die Neuanschaffung eines Schlauchbootes war dringend notwendig, da das aktuelle Boot reichlich 50 Jahre alt ist. Die finanziellen Mittel stammen aus dem PS-Zweckertrag. Wir freuen uns, diese Mittel, die wir für die in unserer Region verkauften Lose bekommen, unserer Region wieder zur Verfügung stellen können. Das ist das Hauptanliegen und das Grundprinzip der PS-Lotterie.“

Übrigens: Dieses Jahr feiert die Lotteriegesellschaft 25-jähriges Jubiläum, viele tolle Gewinne warten auf die Sparer! Allein zur Sonderauslosung im Juli gibt es zusätzliche Sachpreise im Wert von 750.000 Euro.“

 

Anlässlich der Übergabe des neuen Schlauchbootes hatten wir Gelegenheit, mit Thomas Bartl, dem Vorsitzenden der Wasserwacht Annaberg – Buchholz e. V., zu sprechen.

 

Das Interview:

WES: Herr Bartl. Wie entstand die Idee, bei der Sparkasse nach einem neuen Schlauchboot anzufragen?

Thomas Bartl: Wir haben für die Ausbildung zwingend ein neues Schlauchboot gebraucht, da die Einsatzfähigkeit unseres alten Bootes nicht mehr dauerhaft gewährleistet war. Als wir die Angebote für mögliche Neuanschaffungen hatten, erkannten wir schnell, dass der finanzielle Aufwand für uns nicht einfach zu erbringen ist. Wir wussten von der PS Lotterie der Sparkasse und dass diese gemeinnützige Projekte im regionalen Bereich unterstützt. Als wir dann unser Anliegen/ unsere Bitte bei der entsprechenden Stelle der Erzgebirgssparkasse vorbrachten, ging alles sehr schnell…

Wie dringlich war die Neuanschaffung?

Thomas Bartl: Sehr dringlich. Das vorhandene Boot war nur mit großem Aufwand einsatzfähig zu halten und dauerhaft keine Lösung mehr. Auf Grund der Zeit ist das Gewebe inzwischen einfach zu porös.  Ohne die schnelle und großzügige Unterstützung der Sparkasse wäre die Neuanschaffung in Höhe von rund 2.000 Euro für uns nicht so ohne Weiteres stemmbar gewesen, Ausbildungsinhalte hätten improvisiert werden müssen und sicher hätten wir auch Absicherungen absagen müssen. Daher an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön, speziell auch an Herrn Römling für die schnelle und unbürokratische Umsetzung.

WES: Wofür kann das neue Boot jetzt genutzt werden?

Thomas Bartl: In erster Linie wird es für die Ausbildung genutzt. Hier speziell das Bergen von Verunfallten aus dem Wasser, der sichere Umgang bei der Unterstützung von Rettungsaktionen und die generelle Handhabung mit einem Schlauchboot. Auch können wir Veranstaltungen im/am Wasser mit absichern (Schwimmwettkämpfe, Badewannenrennen,…)

WES: Und was passiert mit dem alten Boot?

Thomas Bartl: Leider ist dieses zur Zeit wieder defekt. Wir werden sicher versuchen noch einmal eine Reparatur durchzuführen. Allerdings ist ein zuverlässiger Einsatz künftig nicht mehr gewährleistet. Als „historisches“ Anschauungsstück bleibt es aber sicher im Bestand der Wasserwacht.

WES: Welche Aufgaben erfüllt die Wasserwacht?

Thomas Bartl: Unsere Aufgaben bestehen in der Durchführung des Wasserrettungsdienstes, der Verbreitung von Kenntnissen und Fähigkeiten zur Vermeidung von Unfällen im, auf und unter dem Wasser, insbesondere bei der Jugend, in Schulen und Verbänden, Mitwirkung bei der Erhöhung der Sicherheit auf, an und in Gewässern und in öffentlichen Bädern, die Ausbildung im Rettungsschwimmen sowie die Sicherung von Wassersportveranstaltungen.

WES: Und wie viele Mitglieder zählt der Verein aktuell?

Thomas Bartl: Gegenwärtig sind wir 153 Mitglieder, davon 42 unter 18 Jahre. Speziell der Kinder- und Jugendbereich hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Mitunter mussten wir Anfragen vorerst zurück stellen, da wir nur begrenzt Trainingszeiten anbieten können. Auch hatten wir in den letzten Jahren auf Erzgebirgskreis-Ebene einige Erfolge bei den JRK (Jugend Rot Kreuz) Wettbewerben verzeichnen können – jüngst ein 1. Platz im Mai 2018. Besonders bei den Ausbildungstagen bzw. WE kann intensiv Wissen vermittelt und geübt werden, wobei auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Unsere Jugendausbilder organisieren und gestalten hier immer ein sehr abwechslungsreiches Programm. Auch wir merken aber dann den Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenbereich. Berufsausbildung oder Studium gehen oftmals mit Wegzug einher, oder Interessen verlagern sich.

 

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