Sonntag, 18. Oktober 2026

regionalspiegel. – Aktuelle Nachrichten, Verkehrsmeldungen und Events in Sachsen.

Stadtentwicklungskonzept wird neu aufgelegt

Die Stadt Ehrenfriedersdorf plant erstmals ein Einzelhandelskonzept. Dabei sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende mit einbezogen werden.

Von Andre Kaiser

· 2 Min. Lesezeit

Für eine lebendige Kommune

Ehrenfriedersdorf. Leer stehende Gewerberäume, keine Lebensmittelhändler, Stille auf den Straßen und in der Innenstadt – ein Szenario, welches heute schon in vielen Ortschaften im ländlichen Raum Realität ist. In der Bergstadt Ehrenfriedersdorf möchte man es dazu gar nicht erst kommen lassen. Daher entwickelte man vorausschauend bereits 2009 ein Konzept zur nachhaltigen Stadtentwicklung, welches in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt wird. Gegenwärtig aktualisiert die Stadt gemeinsam mit der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) das Konzept, bewertet die Innenstadt hinsichtlich Handelsstruktur und städtebaulicher Einbindung. Da sich in kleinen Kommunen in den letzten Jahren vor allem im Einzelhandel gravierende Veränderungen ergeben haben, soll erstmals ein Einzelhandelskonzept integriert werden.

Zum aktuellen Stand informierten nun kürzlich Falk Borrmann, Projektverantwortlicher von der WHS, Sophie Männel (Mitarbeiterin bei der GMA) und Dr. Eddy Donat, Dresdner Niederlassungsleiter der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung  mbH (GMA), eine Tochtergesellschaft der WHS, sowie Silke Franzl, Bürgermeisterin von Ehrenfriedersdorf.

Bürger und Firmen werden einbezogen

So sollen durch Befragungen Bürgerinnen und Bürger der Stadt sowie aus umliegenden Gemeinden ebenso wie Gewerbetreibende der Bergstadt mit einbezogen werden.

„Wir möchten Bürger, Besucher und Händler der Innenstadt mit einbinden, ihre Sichtweise und Wünsche in die Überlegungen der Stadt mit integrieren“, erklärt hierzu die Bürgermeisterin. Die Befragungen mit per Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus der Stadt (100) und dem Umland (200) sollen bereits Ende August/ Anfang September beginnen. Gewerbetreibende werden mittels eines Fragebogens per E-Mail oder direkt angesprochen. „Aus gegebenen Anlass bitten wir unsere Einwohner, die GMA mit der Beantwortung der bei Anruf gestellten Fragen zu unterstützen“, so Silke Franzl. Neben der Situation und Entwicklung des Einzelhandels würden auch Meinungen und Anregungen und zu Stadtbildgestaltung erfragt. Ein weiteres Treffen zur ersten Analyse ist ebenfalls noch 2017 geplant.

Mehr aus dem Erzgebirge

Alle →