Start Erzgebirge Kampf gegen Crystal & Co. geht weiter
Artikel von: Andre Kaiser
13.04.2018

Kampf gegen Crystal & Co. geht weiter

Zwei außergewöhnliche Unterrichtsstunden erlebten die Schüler der J. H. Pestalozzi am heutigen Freitagmorgen (13.04.2018). Foto: André Kaiser

Annaberg-Buchholz. Ist der Verkauf von Tabakwaren und Hochprozentigem an Minderjährige legal oder illegal? Macht sich nur der Dealer oder auch der Konsument beim Verticken von Drogen strafbar? Wenn der Beifahrer einen Joint durchzieht, kann dann dem Fahrer auch THC nachgewiesen werden?

Diese und viele weitere Fragen zur Sucht- bzw. Drogenproblematik standen am heutigen Freitag (13.04.2018) auf dem Schulplan zweier achter Klassen an der J. H. Pestalozzi-Oberschule in Buchholz.

Grund hierfür war der Beginn des  Nachfolgeprogramms für den Antidrogenzug „Revolution-Train“, der in den letzten beiden Jahren in Annaberg Station gemacht hatte. Hierzu wurde den 28 Schülerinnen und Schülern noch einmal der Film gezeigt, welcher, beruhend auf einer wahren Geschichte, den Weg von Drogenabhängigen vom scheinbar harmlosen Einstieg über verschiedene Zwischenstationen steil hinab bis zum völligen Untergang vor Augen führte, diesmal allerdings aus dem Blickwinkel eines Polizisten. Dieser war virtuell dargestellt und klärte die Jugendlichen unter anderem darüber auf, was eine Ordnungswidrigkeit, und was eine Straftat ist, warum es Gesetze gibt, was legal und was illegal ist.

Janine Teuber von der Suchtberatungsstelle Annaberg und Annett Dietrich von der Stadt Annaberg-Buchholz führten durch den zweistündigen Unterricht. Den Initiatoren geht es vor allem darum, mit der Nachbereitung die Ergebnisse Schülerumfragen, die es im Revolution Train zum Thema Freizeitgewohnheiten, Sucht und Drogen gab, künftig für eine aktive Drogenprävention zu nutzen.

Der „Revolution Train“ ist ein deutschlandweit einmaliges Präventionsprojekt, bei dem Schüler die gespenstische Möglichkeit haben, mit allen Sinnen den Weg in die Drogenabhängigkeit mit zu erleben. Die interaktiven Stationen im Zug sind dabei aus realen Situationen von Abhängigen absolut wirklichkeitsnah nachgestaltet.