Start Zwickau Kriminalität sinkt "dank" Corona
Artikel von: Redaktion
23.04.2020

Kriminalität sinkt „dank“ Corona

Die Verbrecher sind in der Corona-Zeit quasi lahm gelegt. Foto: Pixabay

Sachsen. Corona macht es den Verbrechern anscheinend schwerer, ihrer kriminellen Ader nachzugehen. Wie das Innenministerium mitteilt, sei die Kriminalitätsrate um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Dieser umfasst den 16. März bis 20. April.

So haben Diebstahlsdelikte seit Einführung der Schutzmaßnahmen kontinuierlich abgenommen – insgesamt um mehr als ein Drittel. Insbesondere Wohnungseinbrüche und Diebstähle von Kraftwagen sind rückläufig. Das lasse sich dadurch erklären, weil die Menschen nun verstärkt in ihren eigenen vier Wänden aufhalten und weil Diebesgut derzeit schwer außer Landes zu bringen ist. Auch Diebstähle aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen werden derzeit weniger häufig angezeigt.

Ebenfalls zurückgegangen sind Körperverletzungsdelikte, nämlich um 17 Prozent. Selbst im Internet sind die Taten um ein Drittel zurückgegangen.

Ob es wirklich zu dem vom Landeskriminalamt ausgewerteten Rückgang im Bereich der häuslichen Gewalt gekommen ist, lässt sich nicht real sagen. Immerhin soll es hier um eine Minderung um 40 Prozent handeln. Denn oft wird häusliche Gewalt von Dritten statt durch die Opfer selbst angezeigt. Dazu gehören Freunde, Kollegen oder auch Lehrer. Bekanntermaßen haben diese während der Corona-Maßnahmen kaum oder weniger Zugang zueinander.

Angestiegen sind dagegen Betrügereien (zehn Prozent). Das habe jedoch eher etwas damit zu tun, das seit dem 1. Januar 2020 auch Auslandsstraftaten sowie Delikte mit unbekanntem Tatort erfasst werden, sofern der strafrechtliche Erfolg der Tat in Deutschland eintritt.