Artikel von: Sven Günther
08.11.2021
Kritik an Sachsens 2-G-Regelung
Opposition kritisiert 2-G-Regel
Region. Am Freitag beschloss die Sächsische Staatsregierung eine neue Corona-Verordnung, die bis zum 25. November gültig ist.
Tenor:
In der Vorwarnstufe reicht die 3G-Regelung als Zugangsvoraussetzung zu einigen Einrichtungen fortan nicht mehr aus, sondern die 2G-Regelung wird hier obligatorisch:
– Innengastronomie,
– Veranstaltung und Feste in Innenräumen,
– den Innenbereich von Kultur- und Freizeiteinrichtungen,
– den Innenbereich von Clubs, Bars und Diskotheken,
– sämtliche Großveranstaltungen.
Welche Einschränkungen gelten, lesen Sie hier.
Kritik kommt von der Oppositon.
Der Chemnitzer FDP-Bundestagabgeordnete und sächsische FDP-Landesvorsitzende, Frank Müller-Rosentritt äußert sich dazu wie folgt:

„Unbestritten ist, dass es die Aufgabe des Staates während der Pandemie ist, seine Bürger bestenfalls zu schützen und dabei die vom Grundgesetz garantierten Rechte der Bürgerinnen und Bürger wahren. Dieser Dualismus zwischen Freiheit und Sicherheit kann mittels des 3G-Konzeptes gewahrt werden. Deshalb sehen wir diesen Beschluss als eine Bestrafung der Ungeimpften, um eine höhere Impfquote zu erreichen. Anstatt verstärkt mit wissenschaftlich untermauerten Argumenten darum zu werben, sich mit einer Impfung vor einer schweren COVID19-Erkrankung zu schützen, wird mit der neuen Regelung indirekt versucht, eine Impfpflicht durchzusetzen. Das lehnen wir ab. Jeder soll frei entscheiden können, ob er sich gegen das Corona-Virus impfen lässt oder nicht – mit all seinen gesundheitlichen Konsequenzen. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass die verpflichtende Anwendung von 2G ein Schlag ins Gesicht vieler Wirtschaftszweige ist, welche kurz vor Weihnachten ihrer Geschäftsmöglichkeiten beraubt werden. Statt der Einführung der 2-G-Regelung halten wir es für notwendig, die Anzahl der Tests zu erhöhen und diese wieder kostenlos anzubieten, um die Schlagkraft zu erhöhen und mit Corona Infizierte rechtzeitig zu erkennen.“
Auch Landtagsabgeordnete der AfD üben Kritik, schrieben offene Briefe an Landräte. So zum Beispiel Dr. Rolf Weigand an Matthias Damm in Mittelsachsen.

Weigand schreibt: „Lassen Sie uns parteiübergreifend als Vertreter der mittelsächsischen Bürger zusammenstehen, dieser Spaltung der Gesellschaft gemeinsam entschieden entgegentreten, geschlossen für Einigkeit und Recht und Freiheit aller Mittelsachsen einstehen und eine sofortige Aufhebung der gesellschaftsspaltenden Verordnungspolitik der Sächsischen Staatsregierung einfordern!“