Von allgemeinen Bekanntmachungen bis zu kurzfristigen Hinweisen: Die Stadt Radebeul veröffentlicht regelmäßig Informationen, die den Alltag vor Ort berühren können. Hier finden Sie aktuelle kommunale Meldungen, Nachrichten und Hinweise auf einen Blick.
Radebeul aktuell: Radebeul ehrt zwölf Ehrenamtliche aus verschiedenen Bereichen
Die Stadt Radebeul hat am 27. August zwölf ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger geehrt. Die Auszeichnung überreichte Oberbürgermeister Bert Wendsche gemeinsam mit dem Zweiten Bürgermeister Silvio Kockentiedt im Radebeuler Kultur-Bahnhof. Die Geehrten erhielten eine Ehrenurkunde, Blumen und ein kleines Präsent.
Nach Angaben der Stadt war die Ehrung in diesem Jahr eine Premiere. Auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses vom 12. Februar 2025 wurden erstmals ehrenamtlich Aktive aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gewürdigt. Die Auswahl der Geehrten erfolgte auf Beschluss des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschusses der Stadt vom 23. Juni 2026.
Zu den Ausgezeichneten zählen unter anderem Andreas Metzner von der Bürgerinitiative „Sicheres & sauberes Radebeul“, Birgit Freund von der Kultur- und Werbegilde Kötzschenbroda für das Projekt „Radebeul liest“, Heiko Prautzsch vom Traditionsbahn Radebeul e. V. und Kersten Lemke vom Deutschen Kinderschutzbund, OV Radebeul e. V. Geehrt wurde außerdem Angelika Sachse von der Freiwilligenagentur im Familienzentrum Radebeul.
Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt jedes Jahr Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren. Die diesjährige Feierstunde stellte dabei verschiedene Einsatzfelder in den Mittelpunkt, vom bürgerschaftlichen Engagement über Kultur und Verkehr bis hin zu sozialen Aufgaben.
Weitere der insgesamt zwölf Geehrten kamen nach Angaben der Stadt aus Kirche, Alzheimer-Gesellschaft und weiteren Bereichen. Die Ehrung soll das freiwillige Engagement in Radebeul sichtbar machen und die Arbeit der Ehrenamtlichen öffentlich anerkennen.
Radebeul lässt Stützwand an der Jägerhofstraße für 465.000 Euro sanieren
Die Stadtverwaltung Radebeul lässt die Stützwand zwischen der Jägerhofstraße 14 und 20 instand setzen. Wegen des schlechten baulichen Zustands und der eingeschränkten Tragfähigkeit der Betonwand hat die Stadt die Maßnahme planerisch vorbereitet und die Bauleistungen öffentlich ausgeschrieben. Die Arbeiten sollen am 14. September 2026 beginnen und – abhängig von der Winterperiode – bis Juni 2027 abgeschlossen sein.
Geplant ist eine grundhafte Sanierung beziehungsweise Verstärkung der bestehenden Betonkonstruktion. Zusätzlich soll die Stützwand eine Stahlbetonkappen- und Schutzgeländer-Konstruktion erhalten, damit sie den aktuell geltenden Standards und Anforderungen entspricht. Im Anschluss werden die durch die Bauarbeiten betroffene Straßenbefestigung in Asphaltbauweise sowie der an der Stützwand liegende Gehweg mit Betonsteinpflaster wiederhergestellt.
Da ein erheblicher Teil der Ingenieurbauarbeiten von der Straßenebene aus ausgeführt werden muss, ist ein hoher Platzbedarf nötig. Deshalb wird die Jägerhofstraße im Bereich von Hausnummer 43 bis zur Dr.-Rudolf-Friedrich-Straße weiträumig voll gesperrt. Durchgangsverkehr ist während der Bauzeit ausgeschlossen. Anlieger können ihre Grundstücke jedoch weiterhin mit dem Pkw von Radebeul oder Lindenau aus erreichen.
Im direkt betroffenen Abschnitt zwischen Jägerhofstraße 14 und 20 ist keine Durchfahrt möglich. Dort ist nur der Durchgang für Fußgänger und Radfahrer auf der der Stützwand abgewandten Seite erlaubt. Mit der Umsetzung wurde die Bauhauf GmbH Hoch- und Tiefbau aus Coswig beauftragt. Die Kosten für die Sanierung werden auf rund 465.000 Euro beziffert.
Radebeul: Radebeul ruft zur Bekämpfung des Götterbaums auf
Der Götterbaum breitet sich in Radebeul und Umgebung derzeit stark aus und gilt als invasive Gefahr für die Landschaft. Die Stadt weist darauf hin, dass der Baum schnell wächst, zahlreiche neue Triebe bildet und inzwischen an Straßenrändern, auf Brachflächen, in Wäldern, Weinbergen und auch in Gärten zu finden ist.
Nach Angaben der Stadt verdrängt der Götterbaum heimische Pflanzen und bietet heimischen Tieren nur wenige Nahrungsquellen sowie geeignete Nist- und Brutstätten. Besonders problematisch ist die Art in den Weinbaugebieten. Dort können ihre kräftigen Wurzeln und Wurzelausläufer historische Weinbergmauern beschädigen und damit kostenintensive Sanierungsarbeiten notwendig machen.
Die Stadt empfiehlt, frühzeitig zu handeln. Eine einfache Fällung reiche häufig nicht aus, weil der Götterbaum aus dem Wurzelsystem wieder austreiben könne. Bei größeren Bäumen könne deshalb eine vollständige Fräsung des Wurzelstocks oder des Wurzelraums erforderlich sein. Außerdem sollten Wurzelausläufer sowie Blüten- und Samenstände entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Die betroffenen Flächen müssten anschließend regelmäßig auf neuen Austrieb kontrolliert werden.
Für die Bekämpfung des Götterbaums ist in Deutschland vom 15. Juni 2026 bis zum 12. Oktober 2026 eine befristete Notfallzulassung für das Pflanzenschutzmittel Ailantex erteilt worden. Der Wirkstoff ist der Pilz Verticillium nonalfalfae. Nach Angaben der Stadt ist Ailantex jedoch kein frei einsetzbares Mittel, sondern nur innerhalb der zugelassenen Anwendungsbereiche und unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben verwendbar.
Die Stadt ruft dazu auf, Götterbäume frühzeitig zu erkennen und fachgerecht zu bekämpfen, um heimische Artenvielfalt und Kulturlandschaft zu schützen.
Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.



