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Artikel von: Redaktion
31.03.2016

Mit dem Herzen dabei sein

Auch die Diakonie in Marienberg gewährte Einblicke. In lockerer Runde konnten Fragen an Personal und Bewohner gestellt werden. Gleichzeitig ging es auch auf Tuchfühlung mit den medizinischen Hilfsmitteln. Hier im Bild das Hebegerät. Fabian Börner aus Ansprung war so mutig und probierte es selbst aus. Foto: Jana Kretzschmann
Auch die Diakonie in Marienberg gewährte Einblicke. In lockerer Runde konnten Fragen an Personal und Bewohner gestellt werden. Gleichzeitig ging es auch auf Tuchfühlung mit den medizinischen Hilfsmitteln. Hier im Bild das Hebegerät. Fabian Börner aus Ansprung war so mutig und probierte es selbst aus.
Foto: Jana Kretzschmann

Erzgebirge. Insgesamt 193.859 junge Besucherinnen und Besucher wurden zur diesjährigen Woche der offenen Unternehmen im Erzgebirgskreis gezählt. 265 Firmen öffneten diesbezüglich
zu 480 Einzelveranstaltungen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler aus Oberschulen, Gymnasien, Fachober- und Förderschulen. Damit bot die Aktion in bewährter Form den jungen Leuten eine Auswahl von 150 verschiedenen Berufsbildern und über 50 praxisnahen
Studiengängen, um die Wunschberufe hautnah erkunden zu können.

Wie jedes Jahr hatte auch das Diakoniepflegeheim, Haus „Hoffnung“ in Marienberg eingeladen, um junge Menschen für den Beruf Altenpfleger(in) zu sensibilisieren. Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegerinnen und Pfleger, eine Umschülerin, eine Auszubildende sowie die Schülerinnen und Schüler saßen zusammen, um Vor- und Nachteile des Berufes ehrlich zu erörtern.

„Es ist ein relativ krisensicherer Job. Er ist abwechslungsreich und oft auch sehr anstrengend. Man muss sich im Klaren sein, dass auch Nachtschichten und Wochenenddienste dazugehören. Doch es war mein Wunschberuf, denn ich liebe den Umgang mit Menschen“, so Umschülerin Daniela Boldt. „Langeweile gibt es in dem Beruf nicht, man ist gefordert und bekommt auch eine Menge zurück“, ergänzte Nathalie Künzel, Auszubildende im 2. Lehrjahr.

„Wir brauchen dringend Nachwuchs in diesem Beruf und in unserem Hause. Daher bietet die Woche der offenen Unternehmen beste Gelegenheit, einzelne Facetten dieses Berufes mit den Interessenten näher zu beleuchten. Da jeder Berufszweig auch persönliche Herausforderungen mit sich bringt, ist es uns wichtig, den Schülerinnen und Schülern neben den Vorteilen auch scheinbare Nachteile aufzuzeigen. Ein realistisches Bild zu vermitteln, steht für uns dabei im Fokus. Nicht jeder eignet sich dazu. Man muss die richtige Einstellung haben und mit dem Herzen dabei sein, dann funktioniert’s auch“, brachte es Markus Kärmer, Leiter der Pflegeeinrichtung, auf den Punkt. Was die Gäste anging, sagte beispielsweise Fabian Börner aus Ansprung: „Ich finde den Beruf spannend und könnte mir vorstellen, darin zu arbeiten“. „Für mich wäre er vielleicht auch etwas“, so Sally-Ann Hipke aus Zöblitz. Und Sarah Uhlig aus Marienberg meinte: „Mal schauen, ich fand den Besuch in der Diakonie sehr interessant“.