Artikel von: Redaktion Regionalspiegel
18.08.2025
Neue Saison, neue Chancen: Die Ausgangslage der Bundesliga 2025/26
Die Bundesliga steht vor einem weiteren Kapitel: Die 63. Saison beginnt am 22. August mit erwartungsvollen Hoffnungen und läuft bis zum 16. Mai 2026. Trotz namhafter Abgänge geht Rekordmeister Bayern München als Favorit ins Rennen, doch die Konkurrenz hat personell nachgelegt und will die Vormachtstellung angreifen.
Die Ausgangslage gestaltet sich differenziert: Bayern München geht, als nun 33-facher Meister, erneut als Favorit in die Saison, wenngleich sich der Klub in einem entscheidenden Wandel befindet. Bayern München richtete seinen Blick vor allem auf Flügelspieler Díaz vom FC Liverpool (rund 70 Mio. €), während Tah aus Leverkusen für zusätzliche Stabilität in der Defensive sorgen soll. Mit dem bevorstehenden Abschied von Kingsley Coman, der nach Medienberichten in Richtung Saudi-Arabien zu Al-Nassr wechseln soll, verlässt jedoch ein erfahrener Leuchtturmspieler die Bundesliga. Laut Informationen erhält Coman bei seinem neuen Arbeitgeber ein lukratives Angebot mit einem Gehalt von 20 bis 25 Millionen Euro pro Jahr – bei einer Ablöse von etwa 35 Millionen Euro. Außerdem verlässt mit Thomas Müller (zu Vancouver Whitecaps FC) eine echte Bayern-Legende den Verein. Ein Spieler, der wie kaum ein anderer für Tradition steht, von den Fans geliebt wird und seine gesamte Karriere beim FC Bayern verbracht hat. Mit den Abgängen von Mathys Tel (zu Tottenham Hotspur FC) und Leroy Sané (zu Galatasaray SK) gibt der Rekordmeister weitere Offensivspieler ab. Gleichzeitig signalisiert Bayern verbal, dass womöglich keine weiteren Transfers geplant sind, was impliziert, dass der Kader wohl weitgehend auf Kontinuität setzt.
Bayer 04 Leverkusen hat in dieser Transferperiode beeindruckend investiert und insgesamt etwa 113,5 Millionen Euro, exklusive möglicher Bonuszahlungen, für Neuzugänge wie Malik Tillman (von PSV Eindhoven), Jarell Quansah (Liverpool) und Axel Tape (Paris Saint-Germain) ausgegeben. Es ist klar erkennbar, dass der Fokus auf langfristiger Entwicklung liegt, auch wenn der Abgang führender Persönlichkeiten wie Xhaka und Wirtz eine große sportliche Lücke hinterlässt.
Borussia Dortmund setzt unter Trainer Niko Kovač auf einen strukturierten Neuaufbau mit international erfahrenen Verstärkungen. Das frische Personal in Form von (Jobe) Bellingham,
Couto und Svensson signalisiert klare Ambitionen, wieder oben mitzuspielen.
VfB Stuttgart, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und SC Freiburg setzen ihre bewährte Linie fort: Sie verpflichteten gezielt Spieler nach Bedarf, wie Leipzig beispielsweise mit Bakayoko und Vermeeren und Stuttgart mit Assignon. Mainz reagierte auf personelle Bedürfnisse in der Offensive und verpflichtete Hollerbach als vielversprechende Verstärkung. Dabei dürfte das Transferfenster noch manche Überraschung bereithalten, ergänzt durch Spekulationen etwa zur Situation von Donnarumma, von denen aktuell berichtet wird. Dieser dürfte jedoch vor dem Wechsel nach England stehen, nachdem Pep Guardiola sich höchstpersönlich bei ihm gemeldet haben soll.
Ein Blick auf die ersten Begegnungen der Bundesliga Saison zeigt bereits jetzt vielversprechende Duelle. Ein Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig verspricht temporeichen Offensivfußball auf höchstem Niveau. Ebenso interessant dürfte das direkte Duell zwischen Borussia Mönchengladbach, ein Team, das nach einem enttäuschenden Saisonabschluss einiges gutzumachen hat, und einem ambitionierten Aufsteiger werden. Eintracht Frankfurt will gegen Werder Bremen unter Beweis stellen, dass sie erneut in der Spitzengruppe mitmischen können. Borussia Dortmund, eine Mannschaft, die am Ende der vergangenen Spielzeit einen Sieg nach dem anderen feierte und sich zudem in der Sommerpause verstärkte, dürfte hochmotiviert sein, gleich im Auftaktspiel gegen den FC St. Pauli sein Können zu demonstrieren.
Alles in allem steht die Bundesliga am Anfang einer Saison, in der Traditionsmacht Bayern weiter im Mittelpunkt stehen wird, aber durch Transfers Abgänge ernsthaft herausgefordert erscheint. Dortmund, Leipzig und Leverkusen werden bereitstehen, um jeden Fehler auszunutzen. Auch Klubs wie Frankfurt, Stuttgart und Mainz haben das Potenzial, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Zudem könnten Mannschaften wie Freiburg oder Wolfsburg für unerwartete Akzente sorgen – insbesondere dann, wenn ihre Sommertransfers schnell Wirkung zeigen.