Samstag, 17. Oktober 2026

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Benigne Prostatahyperplasie: mögliche Ursachen, Symptome und die richtige Behandlung

Von Redaktion Regionalspiegel

· 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: pexels.com

Bei der Benignen Prostatahyperplasie (BPH) handelt es sich um eine nicht-krebsartige Vergrößerung der Prostata, die vor allem Männer über 50 Jahren betrifft. Dabei nimmt die kleine Drüse unterhalb der Blase an Größe zu, wodurch verschiedene gesundheitliche Probleme entstehen. BPH ist eine der häufigsten urologischen Erkrankungen und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, wenn sie unbehandelt bleibt.

BHP: Das sind sie Ursachen und Risikofaktoren


Es gibt verschiedene Ursachen und Behandlung der Prostatavergrößerung. Die genauen Ursachen für die Entwicklung einer BPH sind allerdings nicht völlig klar. Eines ist jedoch sicher: Hormonelle Veränderungen begünstigen die Vergrößerung. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Verhältnis zwischen Testosteron und Östrogen im männlichen Körper, was das Wachstum der Prostata fördern kann. Zu weiteren Risikofaktoren gehören unter anderem genetische Prädisposition, ungesunde Lebensgewohnheiten und starkes Übergewicht. Männer, deren nahe Verwandte an BPH leiden, haben zudem ein deutlich höheres Risiko, selbst an der Erkrankung zu erkranken.

Die häufigsten Symptome einer BPH

  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen, indem der Harnfluss entweder schwach ist oder stoppt.
  • Häufiger Harndrang, besonders nachts.
  • Restharngefühl: Nach dem Wasserlassen bleibt oft das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleert zu haben.



Wer unter einem oder mehreren Symptomen leidet und einen Arzt bzw. Klinik aufsucht, findet anhand einer Reihe von Untersuchungen heraus, ob er an einer BPH leidet. Nach der Anamnese, der gründlichen Befragung durch den Arzt, und einer rektalen Untersuchung der Prostata, folgt die Uroflowmetrie. Diese misst die Stärke des Harnstrahls und hilft dabei, vorliegende Blasenentleerungsstörungen einzuordnen. Per Ultraschall ermittelt der Arzt außerdem die Restharnbestimmung, sprich: Er misst, wie viel Urin nach dem Wasserlassen noch in der Blase verbleibt. Zusätzlich dient die Kombination aus Ultraschall Zystokopie zum bildgebenden Verfahren der Prostata und des Harntrakts. Andere Ursachen für die Beschwerden werden bei diesem Schritt ausgeschlossen.

Drei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten


Die Behandlung der BPH hängt von der Schwere der Symptome und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab. Dabei gibt es drei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, auf die der Patient zurückgreifen kann.

1: Medikamentöse Therapie


Alpha-Blocker entspannen die Muskeln um die Prostata und die Blase, wodurch sich der Harnfluss deutlich verbessert. 5-Alpha-Reduktase-Hemmer hingegen verkleinern die Prostata, indem sie die Produktion des Wachstumshormons Dihydrotestosteron zuverlässig blockieren. Durch diese Verkleinerung werden die Symptome der Erkrankung deutlich weniger und können sogar ganz verschwinden.

2: Chirurgische und minimalinvasive Eingriffe


Für Patienten, die auf Medikamente nicht ausreichend ansprechen oder diese nicht vertragen, gibt es minimalinvasive Verfahren wie UroLift, Mikrowellen- und verschiedene Laserverfahren, die allesamt die Symptome der BPH lindern. In schweren Fällen kann eine Transurethrale Resektion der Prostata (TURP) notwendig sein. Dies ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das überschüssige Prostatagewebe durch die Harnröhre entfernt wird. 

3: Änderung des Lebensstils


Viel Einfluss auf eine Besserung der Symptome hat der Betroffene selbst. So tragen eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und wenig bis gar kein Konsum von Alkohol und Koffein positiv zu einer Linderung von den Symptomen einer BPH bei. Entsprechend steigern sie die Lebensqualität der Betroffenen ganz ohne medizinisches Einwirken. Allerdings sollte niemand die regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen auslassen, da diese den Verlauf der Erkrankung überwachen. Eventuelle Verschlimmerungen oder das Auftreten von Komplikationen werden so frühzeitig erkannt.

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