Sonntag, 18. Oktober 2026

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Das 9×9 Meter Keimzeit-Gefühl

Ok, es waren nicht 9x9 Meter Holzparkett...aber ansonsten stimmte beim Konzert von Keimzeit in der Alten Brauerei einfach alles.

Von Sven Günther

· 2 Min. Lesezeit

Ok, es waren nicht 9×9 Meter Holzparkett…aber ansonsten stimmte beim Konzert von Keimzeit in der Alten Brauerei einfach alles. Links „Aushilfs“-Gitarrist Dennis Becker. Foto: Sven Günther

Mittendrin…

Von Sven Günther

Annaberg-Buchholz. Natürlich waren es nicht genau 9×9 Meter Holzparkett um zu tanzen bis nichts mehr geht…aber ansonsten stimmte beim Konzert von Keimzeit einfach alles.

Auf 6,5×12 Metern Fliesenboden tanzten und sangen die Fans am Freitagabend (2. September) in der „Alten Brauerei“ zu den Klängen der Band, die sich vor Jahrzehnten auch mit ihren spontanen, gelassenen und gleichzeitig ausufernden Konzerten einen Namen gemacht hat. Ausufernd war es nicht – aber spontan und gelassen pur. Die Musiker spazierten durch ihr Repertoire, hatten die neuen Songs der feinen Platte „Kein Fiasko“ dabei, spielten Lieder von der hörenswerten Scheibe „Das Schloss“ und packten das Publikum mit den alten Hits an den Hüften und den Herzen. Tanzen. Mitsingen. Keimzeit-Feeling.

Dazu passte, das Gitarrist Dennis Becker aus Dresden sein Band-Debüt gab, kurzfristig für Lars Kutschke einsprang. Der Musiklehrer: „Ich kenne Lars von anderen Projekten und er hatte mir im Vorfeld Keimzeit-Material zum Anhören gegeben. So war ich bei der einzigen Probe am Montag vor dem Konzert nicht total unvorbereitet. Mir hat es jedenfalls riesigen Spaß gemacht, in Annaberg mit der Band zu spielen.“

Selbst wenn ihn Sänger Norbert Leisegang mit Zugabe-Spontanität überraschte, ging es – dank einer vom Publikum kaum wahrnehmbaren Mini-Absprache mit Keyboarder Andreas „Spatz“ Sperling – taktvoll weiter. Mit seinen Soli verschaffte er, Becker, Leisegang sogar Zigarillo-Rauchgelegenheiten, die der Sänger vor der Tür Qualm einatmend und Sterne schauend genoss. „Mir macht es immer riesigen Spaß, auch vor einem kleineren Publikum zu spielen, verriet er. „Man bekommt die Reaktionen dann ganz direkt mit.“

So war es auch nachdem der letzte Ton gesungen und der letzte Akkord gespielt war, die Musiker unkapriziös an der Bar bestellten, mit den Fans sprachen und den Abend spontan gelassen genossen. 9×9 Meter Holzparkett sind eben keine Conditio sine qua non…

 

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