Sonntag, 18. Oktober 2026

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Käptn Milchbart geht von Bord: Kindercafe schließt endgültig

Traurige Nachricht für alle Eltern und Kinder in Chemnitz: Käptn Milchbart verlässt sein Schiff. Das in der Ermafa Passage befindliche Kindercafé schließt am Samstag nach fünf Jahren seine Luken - und zwar endgültig. Die Kapitäne - Inhaber Ingo und Mandy Dittrich- teilten heute Mittag auf der Facebook-Seite mit: "Das unausweichliche Ende für Käpt'n Milchbart und seine Crew ist gekommen... Sein Schiff wird für immer untergehen."

Von Redaktion Regionalspiegel

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Konnten auf dem Piratenschiff noch mal in See stechen (v.l.): Mandy Kaiser mit Emilia (8 Monate), Lydia Watzke mit Oskaer (6 Monate), Juliane Dietel mit Nele (11 Monate) und Saskia Kießling mit Marie (1 Jahr). Foto: Cindy Haase
Konnten heute auf dem Piratenschiff noch mal in See stechen (v.l.): Mandy Kaiser mit Emilia (8 Monate), Lydia Wanzke mit Oskaer (6 Monate), Juliane Dietel mit Nele (11 Monate) und Saskia Kießling mit Marie (1 Jahr). Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Traurige Nachricht für alle Eltern und Kinder in Chemnitz: Käptn Milchbart verlässt sein Schiff. Das in der Ermafa Passage befindliche Kindercafé schließt am Samstag nach fünf Jahren seine Luken – und zwar endgültig. Die Kapitäne – Inhaber Ingo und Mandy Dittrich- teilten heute Mittag auf der Facebook-Seite mit: „Das unausweichliche Ende für Käpt’n Milchbart und seine Crew ist gekommen… Sein Schiff wird für immer untergehen.“ Nur noch bis Samstag bleibt das vor allem bei Eltern jüngerer Kinder beliebte Cafe geöffnet.

Die Meldung heute Mittag bei Facebook. Foto: Screenshot/Facebook
Die Meldung heute Mittag bei Facebook. Foto: Screenshot/Facebook

„Es ging einfach nicht mehr“, sagt Mandy Dittich beim Besuch von WochenENDspiegel vor Ort traurig. Vor allem durch aufgrund des Mindestlohnes gestiegenen Personalkosten für die eine Festangestellte und fünf studentischen Hilfskräfte rechne sich der Betrieb nicht mehr. „Dann ist da noch unser leidiges Sommerproblem“, erzählt sie. Während der wärmeren Jahreszeit kämen nur wenige Gäste in das Café mit Indoorspielplatz. „Das versteht man ja auch. Aber wir müssen natürlich auch im Sommer Miete zahlen.“ Und die will für die rund 250 Quadratmeter große Fläche erst mal erwirtschaftet werden.

Obwohl das Cafe mit seinen 50 Sitzplätzen vor allem im Winter fast im rappelvoll war, rechnete es sich unterm Strich nicht. Viele Gäste nutzten zwar gern stundenlang die Annehmlichkeiten mit Kindersandkasten, Bobby Cars, riesigem Holzspielschiff und zahlreichen Spielen und Büchern. Doch beim Konsum von Speisen und Getränken hielten sie sich stark zurück. Das ging sogar so weit, dass viele mitgebrachte Sachen verzehren wollten. „Wir wurden gar nicht als Gastronomie wahrgenommen“, bedauert Mandy Dittrich. Vielleicht sei Chemnitzer auch einfach die falsche Stadt für so ein Projekt mutmaßt sie.

Mit Vermieter Kellnberger habe man aber zum Glück eine gute Lösung gefunden. Der Mietvertrag, der eigentlich noch bis 2018 läuft, wird in beiderseitigem Einvernehmen zum Monatsende aufgelöst.

„Sehr schade“, sagte Mandy Kaiser heute traurig gegenüber WochenENDspiegel. Gerade hat Tochter Emilia mit acht Monaten das richtige Alter erreicht für erste Besuche im Kindercafe, nun das Aus. „Es ist toll hier. Zentral gelegen, unzählige Parkmöglichkeiten“,  sieht auch Freundin Juliane Dietel vor allem die Vorzüge.

Darauf werden die Chemnitzer ab Sonntag verzichten müssen. Am Montag ab 16 Uhr findet noch der Ausverkauf verwertbarer Sachen (Spielzeug, Möbel etc.) statt, dann ist ein weiteres Kapital Chemnitzer Gastronomiegeschichte für immer zu Ende.

Keine Zukunft mehr für kleine Piraten: Das beliebte Spielschiff muss in Zukunft auf kleine Gäste verzichten. Foto: Cindy Haase
Keine Zukunft mehr für kleine Piraten: Das beliebte Spielschiff muss in Zukunft auf kleine Gäste verzichten. Foto: Cindy Haase

 

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