Annaberg-Buchholz. Die 16. Annaberger Modenacht gehört seit zwei Wochen schon wieder der Geschichte an. Zeit, noch einmal zurück zu schauen und zu analysieren – zum einen was gut gewesen ist, zum anderen, was im nächsten Jahr könnte besser gemacht werden. Denn fest steht: Auch wenn die Annaberger Modenacht seit vielen Jahren als fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt verankert ist, kann man sie dennoch nicht als Selbstläufer bezeichnen. Unter anderem zu den Themen Händlerbeteiligung und Besucherresonanz sprachen wir mit Christine Nestler vom Annaberger Werbering, dem Veranstalter des außergewöhnlichen Events in der Bergstadt.
WOCHENSPIEGEL:
Wie zufrieden sind Sie, im Vergleich zu den Vorjahren, mit der diesjährigen Veranstaltung?
Christine Nestler:
Wir konnten dieses Jahr die 16. Modenacht in der Annaberger Altstadt feiern. Die Veranstaltung hat sich mittlerweile zu einer festen Tradition entwickelt. Für den Werbering als Veranstalter ist es eine große Herausforderung, die Flamme der Modenacht über die vielen Jahre hinweg am Lodern zu halten. („Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ – Thomas Morus)
Wir freuen uns, dass wieder so viele Besucher in unserer Innenstadt weilten und bei idealem Wetter die zahlreichen Modenschauen, die Musik und das angenehme Flair im Stadtgebiet genießen konnten.
WOCHENSPIEGEL:
Wie viele Händler haben sich an der Annaberger Modenacht 2016 beteiligt?
Christine Nestler:
Ca. 50 Geschäfte haben sich aktiv beteiligt und haben mit eigenen Programmpunkten, Modenschauen, Präsentationen und Überraschungen im Geschäft zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.
WOCHENSPIEGEL:
Wie ist das Feedback der Händler?
Christine Nestler:
Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer war sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Jedoch hat es sich wieder einmal gezeigt, dass es für alle Geschäfte äußerst wichtig ist mit eigenen Aktivitäten für Belebung zu sorgen. Dabei kommt der Verbindung von Mode, Geschäftspräsentation Gastronomie sowie Musik und Unterhaltung eine große Bedeutung zu.
WOCHENSPIEGEL:
Konnten Sie mit Besuchern sprechen? Wie war deren Resonanz?
Christine Nestler:
Zur Veranstaltung selbst konnte ich mit einigen Besuchern sprechen bzw. habe mich als „stiller Beobachter“ unter die Menschenmassen gemischt. Auch über die Teilnehmer sind mir im Nachhinein eine Vielzahl von Besuchermeinungen mitgeteilt worden. Durchweg war die Resonanz sehr positiv. Die Besucher haben die gute Stimmung und die angenehme Atmosphäre im Stadtgebiet sehr genossen. Die an drei Standorten jeweils halbstündlich stattfindenden Modenschauen waren allesamt äußerst gut besucht. Die Livemusiken mit der Band Werk2, der Gruppe OPAL sowie der Partyband Hoyerswerda kamen alle sehr positiv an, sorgten für gute Stimmung und luden zum Verweilen ein. Auch die Gastronomie wurde sehr positiv eingeschätzt. Es gab ein sehr abwechslungsreiches Angebot. Neben den Klassikern Bratwurst und Steak wurden beispielsweise auch Flammkuchen, Crepes, Puffer, Suppe, Nudelpfanne sowie Obstspieße und -becher angeboten. Die Stände waren alle sehr gut frequentiert, aber auch die Wartezeiten für die Besucher hielten sich in vertretbaren Grenzen.
WOCHENSPIEGEL:
Waren die Lücken, wie auf der Wolkensteiner, gewollt?
Christine Nestler:
Einige Teile der Wolkensteiner Straße und der Großen Kirchgasse sind unsere Problemzonen. Einerseits macht sich hier der Leerstand von Ladenlokalen bemerkbar. Andererseits befinden sich dort eine Reihe Geschäfte, auf die die Begeisterung für die Modenacht noch nicht übergegangen ist und die die Bedeutung als Langzeit-Werbung für unsere schöne Altstadt nicht erkannt haben. Grundsätzlich können Aktivitäten nur dort stattfinden, wo diese auch von den umliegenden Geschäften getragen werden. Ungeachtet dessen, bestehen für das kommende Jahr bereits Ansätze für eine bessere Lösung.
WOCHENSPIEGEL:
Inwiefern hat die gegenwärtige Bausituation in der Stadt Einfluss auf die Veranstaltung genommen?
Christine Nestler:
Die Annaberger Altstadt ist über alle Hauptzufahrtswege uneingeschränkt erreichbar. Die Bauarbeiten an der Johannisgasse (also hinter der Fußgängerzone Buchholzer Straße) führen größtenteils nur für Anwohner und Anlieger zu Beeinträchtigungen. In Abstimmung mit dem Ordnungsamt sind wir als Veranstalter immer bestrebt, die veranstaltungsbedingten Einschränkungen so gering wir möglich zu halten. Durch den neuen Parkplatz an der Wolkensteiner Straße und das Parkhaus Altstadt an der Scheibnerstraße stehen zwei große Parkplatzangebote zur Verfügung. Somit meine ich, dass die Bausituation kaum Einfluss auf die Veranstaltung genommen hat und auch künftig den Geschäftsbetrieb in der Buchholzer Straße aus Kundensicht nicht beeinflussen wird.
WOCHENSPIEGEL:
Gibt es bereits Überlegungen zur Planung und Veränderungen für 2017?
Christine Nestler:
Ja. Die erste Auswertung der Veranstaltung ist erfolgt. Getreu dem Motto „Nach der Modenacht ist vor der Modenacht“ werden Hinweise und Anregungen aufgenommen und in die Planung für das nächste Jahr einbezogen. Generell möchten wir uns bei allen Teilnehmern und Sponsoren sowie auch bei der Stadt Annaberg-Buchholz für ihre Unterstützung bedanken. Wir hoffen natürlich auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Natürlich hoffen wir im nächsten Jahr auf möglichst noch mehr Teilnehmer. Freuen würden wir uns auch, wenn sich Autohäuser und andere Firmen wieder im Stadtgebiet präsentieren. Gern bieten wir auch Nachwuchskünstlern aller Art die Chance, ihre Kunst oder ihr Hobby auf Laufstegen, Bühnen oder Ständen der Öffentlichkeit zu zeigen. Interessenten können sich dazu jederzeit gern mit uns in Verbindung setzen.




