Sachsen. Seit Mitte März sind in Deutschland die Hallenbäder und andere Freizeiteinrichtungen geschlossen, Freibäder konnten nicht öffnen. Auch die Thermen einschließlich der angeschlossenen Kureinrichtungen in Sachsens Kurorten und Heilbädern müssen Corona-bedingt ihre Türen verschlossen halten. Aktivitäten zur Gesundheitsvorsorge und sportliche Betätigungen im nassen Element sind dadurch derzeit nicht möglich. Für Familien mit Kindern eine gravierende Einschränkung, ebenso wie für Menschen, die sich selbst aktiv für ihre Gesundheit engagieren wollen.
Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen fordert der Sächsische Heilbäderverband jetzt von Bund und Land die Zustimmung, die Thermen in den Kurorten unter Beachtung angemessener Infektionsschutzmaßnahmen spätestens Ende Mai wieder zu öffnen. Zudem unterstützt er die Petition der European Waterpark Association (EWA) und ruft dazu auf, diese zu unterschreiben, damit die erforderlichen 50.000 Stimmen erreicht werden.
„Gerade in solchen Zeiten dürfen wir die Gesundheitsvorsorge nicht vernachlässigen“, so Prof. Dr. Karl-Ludwig Resch, Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes, „und die Bäder und Thermen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass in öffentlichen Bädern der Zugang und damit auch die Zahl der gleichzeitig anwesenden Badegäste sich problemlos kontrollieren und begrenzen lässt.“ Außerdem werde das Wasser in den Becken kontinuierlich aufbereitet. Die umfangreichen technischen Anlagen zur Filtration und Desinfektion würden für eine hocheffektive Inaktivierung von eingetragenen Mikroorganismen sorgen, wie das Bundesumweltamt in einer Stellungnahme Mitte März bestätigte.
Die Maßgaben der deutschen Badewasserverordnung stellen sicher, dass alle eingetragenen Bakterien zuverlässig und schnell inaktiviert werden. Da Corona-Viren gegenüber den Wasseraufbereitungsmaßnahmen viel empfindlicher seien als die meisten Bakterien, wäre die Sicherheit der Gäste aktuell sicher gewährleistet. Und das ist noch nicht alles. Bäder-Fachverbände hätten bereits vor Wochen einen detaillierten Zwei-Stufenplan zur Wiederinbetriebnahme von Freizeitbädern und Thermen erarbeitet. Wenn die Bäder und Thermen diesen Plan umsetzen und die von den Bäderexperten empfohlenen Maßnahmen anwenden, dann sei die Sicherheit und die Gesundheit von Badegästen und Mitarbeitern der Badeeinrichtungen gewährleistet. Gemeinsam mit der EWA appelliert der Sächsische Heilbäderverband daher an die Bundesregierung und die Sächsische Staatsregierung, ab dem 29. Mai die Wiedereröffnung von Freizeitbäder, Thermen, Kurbäder, Hallenbäder und Freibäder zu erlauben.
„Wir unterstützen die Online- Petition der EWA ausdrücklich und rufen alle dazu auf, diese Petition mit zu unterzeichnen“, so Prof. Resch.
Die Onlinepetition der EWA finden Sie hier oder direkt über den Shortlink
Quelle: Sächsischer Heilbäderverband




