Sonntag, 18. Oktober 2026

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Panikattacken: Wann sie auftreten und wie man ihnen vorbeugen kann

Von Redaktion Regionalspiegel

· 3 Min. Lesezeit

Panikattacken sind plötzliche Episoden intensiver Angst, die oft von körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Schwindel und Atemnot begleitet werden.

Viele Menschen erleben sie im Laufe ihres Lebens mindestens einmal, doch für manche werden sie zu einer wiederkehrenden Belastung

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Auslöser und Möglichkeiten, sich zu schützen.

Psychische Erkrankungen in Sachsen: Ein wachsendes Problem

Wie überall in Deutschland sind psychische Erkrankungen auch in Sachsen auf dem Vormarsch. Wie die Informationen auf der Seite der Landesregierung zeigen, gibt es eine gute Infrastruktur, von der die Betroffenen profitieren.

Dem steht ein Anstieg vor allem bei Angst und Panikstörungen gegenüber. Experten sehen dafür verschiedene Ursachen, wie den zunehmenden Stress im Arbeitsleben, eine allgemeine Unsicherheit und unbewältigte Konflikte in der Gesellschaft.

Gerade auf dem Land sind die Wartezeiten auf Therapieplätze oft lang, was die Betroffenen zusätzlich belastet. Deshalb ist es umso wichtiger, sich mit Strategien zur Prävention und Bewältigung von Panikattacken auseinanderzusetzen.

Wann treten Panikattacken auf?

Der häufigste Auslöser einer Panikattacke ist die Erinnerung an ein traumatisches Ereignis durch einen Ort oder eine ähnliche Situation, die unbewusst mit dem traumatischen Ereignis verknüpft wird.

Panikattacken können scheinbar aus dem Nichts auftreten, doch meistens war ein spezifischer Auslöser der Grund.

Stress durch andauernde Überforderung erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Panikattacke, weil er das Nervensystem überlastet. Menschen, die ohnehin schon an einer Angststörung leiden, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Panikattacke. Dazu kommen körperliche Faktoren wie zu wenig Schlaf, Koffein oder ein niedriger Blutzuckerspiegel.

Hyperventilieren als typisches Symptom einer Panikattacke kann das Gefühl einer akuten Gefahr noch verstärken, weil es das Gleichgewicht von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut stört.

Wege zur Vorbeugung

Die folgenden Strategien helfen dabei, das Risiko von Panikattacken zu verringern:

1. Stressmanagement und Entspannungstechniken

Wer regelmäßig meditiert, Yoga oder Atemtechniken übt, beruhigt das Nervensystem. Besonders die bewusste Bauchatmung kann im Akutfall eine Panikattacke abmildern. Es ist eine gute Idee, sich regelmäßig Zeit für Entspannung zu nehmen und dadurch Panikattacken vorzubeugen.

2. Gesunde Lebensweise

Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und genug Schlaf sind wichtig für die psychische Gesundheit. Der Verzicht auf Koffein und Alkohol kann ebenfalls helfen. Außerdem kann regelmäßige Bewegung durch Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren.

3. Konfrontation statt Vermeidung

Wer Angst auslösende Situationen meidet, tut sich damit nichts Gutes, weil das die unbewusste Angst verstärkt. Therapien, bei denen man sich schrittweise den Auslösern der Angst nähert, reduzieren die Panikreaktion. Dabei sollte man sich an erfahrene Therapeuten wenden und sich nicht selbst überfordern.

4. Kognitive Verhaltenstherapie

Diese bewährte Therapieform hilft dabei, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Sie kann auch dabei unterstützen, mit körperlichen Symptomen anders umzugehen und sie nicht sofort als Gefahr zu interpretieren. Wer keinen schnellen Zugang zu einer Therapie hat, kann erste Schritte auch mit Büchern oder Online-Programmen machen.

5. Soziale Unterstützung

Oft verringert der Austausch mit Freunden, Familie oder Selbsthilfegruppen die Angst. Alleine das Wissen, dass man nicht alleine ist, wirkt beruhigend. In Sachsen gibt es eine Reihe von Selbsthilfegruppen für Betroffene von Angst- und Panikstörungen.

6. Rezeptfreie Mittel

Neben den genannten Maßnahmen können rezeptfreie Medikamente gegen Angststörungen dabei helfen, das Nervensystem zu beruhigen. Hier sind bewährte Heilkräuter wie Baldrian, die Passionsblume und Hopfen zu nennen, aber auch Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium, L-Theanin (das auch in grünem Tee enthalten ist), Vitamin B und Omega-3-Fettsäuren.

Solche Mittel können die Angst lindern, sind aber kein Ersatz für eine Therapie. Wer wiederholt unter Panikattacken leidet, sollte unbedingt zu einem Arzt oder Therapeuten gehen.

Panikattacken sind sehr unangenehm – aber in den meisten Fällen ungefährlich

Wer versteht, wie sie entstehen und welche Strategien zur Vorbeugung es gibt, kann sie in den meisten Fällen vermeiden.

Wenn die Angst jedoch das tägliche Leben stark beeinträchtigt, ist professionelle Hilfe angebracht. In Sachsen finden Sie viele Anlaufstellen für psychologische Beratung und Therapie, um den ersten Schritt zu machen.

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