In den Vereinigten Staaten wird im November gewählt. Mehr als vierzig Millionen Amerikaner leben von Essenmarken und unter dem amtierenden Präsidenten hat der Staat so viel Schulden aufgetürmt wie unter all seinen Vorgängern zusammen. Der republikanische Kandidat trumpelt begeistert in jedes Fettnäpfchen und es scheint die kulturelle Pflicht jedes korrekt denkenden Menschen zu sein, den Donald für einen Widerling zu halten.
Wenn man sieht, wie der aussieht, weiß man doch Bescheid. Sein Haarschnitt ist eine Beleidigung für alle Toupetträger und die Minderheit, die er noch nicht beleidigt hat, muss wahrscheinlich erst noch erfunden werden. Die Kommentatoren meinen: Einen Elefanten macht man nicht zum Geschäftsführer eines Porzellanladens.
Die Kandidatin der Demokratischen Partei neigt zwar zum Stolpern, was in einem Porzellanladen auch nicht ungefährlich wäre, aber ihr Roboterlächeln muss man einfach lieben, wenn man ein anständiger Mensch ist. Sie ist für all das, was wir für gut zu halten haben; insbesondere für eine härtere Gangart gegen Putin, mit dem gut auskommen zu können der Donald glaubt.
Wirtschaftspolitisch steht Hillary für mehr Freihandel und Globalisierung. Trump scheint davon auszugehen, dass die Globalisierung inzwischen ein gefährliches Ausmaß erreicht hat und mehr Schaden anrichtet als Nutzen stiftet. Es ist zwar zweifelhaft, dass die von ihm vorgesehenen Einfuhrzölle den Zug der Zeit aufhalten können, aber der Feindschaft international agierender Firmen kann man sich nach einer derartigen Ansage sicher sein.
Wer als Pestkranker die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, wählt die Cholera.
Schönes wochenende, wünscht thomy




