Selten war mehr WahIstress als in diesem Jahr. Der Brexit und das türkische Verfassungsreferendum, die Parlamentswahlen in den Niederlanden, die Präsidentenwahl der Amerikaner und nun die der Franzosen – ein Aufreger jagt den nächsten. Die Gemeinsamkeit all dieser Abstimmungen besteht darin, dass sie anders ausgingen, als von der überwiegenden Mehrheit zumindest der hiesigen Kommentatoren erhofft.
Auch der erste Wahlgang in unserem Nachbarland zeigt, wie viel Vertrauen die in den vergangenen Jahrzehnten regierenden Parteien eingebüßt haben. Keiner ihrer Kandidaten schaffte es in die Stichwahl. Am besten schnitt dabei ein unabhängiger Bewerber ab, mit einer aus der Retorte geschaffenen, nicht einmal ein Jahr alten Bewegung. Abgesehen davon, dass der Kandidat, der ein derartiges Wunder vollbringt, so ganz unabhängig nicht sein kann: Sein Erfolg ist ein klares Votum zumindest für einen Tapetenwechsel.
Die Börsen allerdings feierten dieses Signal allerdings als ein Signal für ein „Weiter so.“ Die französischen Wähler können sich nun entscheiden zwischen Frankreichs Nationalisten und Rothschilds Banker. Eine ähnlich glücksverheißende Alternative hatten kürzlich die Amerikaner. Sie entschieden sich für den Donald. Folgt man den Meinungsforschungsinstituten, wird es in unserem Nachbarland wohl auf den Banker hinauslaufen. Schließlich haben die Banken sehr viel Gutes für Europa bewirkt. Oder etwa nicht?
Schönes wochenende, wünscht thomy




