Start Niners Chemnitz gehen mit Platz 3 in die Playoffs
Artikel von: Judith Hauße
12.05.2024

Niners Chemnitz gehen mit Platz 3 in die Playoffs

Niners Chemnitz sichern sich Platz 3 für die Playoffs. Fotos: JSpictures.de – René Hudl

Chemnitz gewinnen Heimspiel am letzten BBL-Spieltag

Die Niners Chemnitz gehen mit einem Heimsieg am letzten Spieltag der regulären Saison in die Playoffs. Gegen Würzburg gewannen sie am Sonntagnachmittag (12. Mai) 79:66 (38:24).
Das Spiel zum Nachlesen:

regionalspiegel-Viertelanalyse

Starting-Five: Aher Uguak, Jeff Garrett, Wes van Beck, DeAndre Lansdowne, Ousman Krubally

Q1: Niners geben Führung zu schnell ab

Tip-Off, 15:30 Uhr, Messe Chemnitz. Die Gäste aus Würzburg machen den Anfang, können ihre erste Chance aber nicht verwerten (0:0). Und auch Chemnitz bleibt in den ersten Sekunden ohne Punkte. Nach einem erneuten Rebound auf gegnerischer Seite klappt es dann aber doch für die Heimmannschaft. Wes van Beck (Niners) für zwei (2:0). Die Niners üben Druck in der Verteidigung aus. Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen nach einem Foul gegen Chemnitz können sich die Würzburger aber dann doch die Führung holen (2:4). Die zunächst starke Anfangsphase der Chemnitzer flacht ab, die Würzburger kommen hingegen allmählich ins Spiel (4:9). Ousman Krubally (Niners) sorgt vorerst für eine knappe Führung der Gäste (7:9). Im offensiven Angriff lassen die Chemnitzer allerdings noch zu viele Ballverluste zu. Die offenen Würfe bleiben zudem erfolglos. Würzburg versucht es dagegen mit schneller Offensive zum Korb, was Chemnitz zu oft zum Foulspiel zwingt (12:15).

Kevin Yebo (Niners) gegen Owen Klaasen unter dem Korb.

Der eingewechselte Kevin Yebo nimmt sich ein Herz, kann sich gegen die Würzburger Defensive durchsetzen und legt den Ball behutsam rein (14:15). Chemnitz hat nun deutlich mehr zu kämpfen – auch weil die Gäste aus dem Frankenland mit schellen Angriffen (Fast Break) punkten können. So gelingt es ihnen bis zum Viertelende nicht, den Rückstand aufzuholen, im Gegenteil die Würzburger legen mit einem Dreier nach (14:18).

Q2: Niners Chemnitz kämpfen sich zurück ins Spiel

Das zweite Viertel beginnt mit einer starken Aufholjagd der Chemnitzer. Die spielen sich mit einem 4:0-Lauf zum Ausgleich (18:18). Chemnitz holt sich die Führung durch ein Offensive-Foul von Collin Welp (Würzburg) wieder (20:18), schaffen es allerdings nicht, im nächsten Angriff nachzulegen. Würzburg stoppt den kurzen offensiven Ausflug der Chemnitzer, stellt das Gleichgewicht wieder her (20:20). Chemnitz verlegt, Würzburg trifft – ein bis dato für den Trainer des Jahres Rodrigo Pastore nicht gern gesehenes Szenario (20:22). Seine Spieler wissen mittlerweile um den Unmut, ein 5-0-Lauf ist die Antwort und ein Stopp der Würzburger (27:22).

Wes van Beck holt mit seinem fulminanten Dreier-Doppel die Chemnitzer zurück ins Spiel und so auch die erste komfortable Führung (33:22). Damit kämpfen sich die Niners drei Minuten vor Halbzeitpause aus einer schwierigen Phase heraus und geben sie an die Würzburger ab. Auch weil die Würzburger den Ball zu oft aus den Händen geben (T: 4:11). Jeff Garrett (Niners) und DeAndre Lansdowne (Niners) setzen dem starken Comeback ihrer Mannschaft ein Krönchen auf (38:24).

Q3: Chemnitz bleibt nervenstark

Würzburg eröffnet das Viertel (38:26). Chemnitz antwortet (40:26). Die Würzburger bleiben ihrer defensiven Linie treu, setzen alles daran, die Abschlüsse der Chemnitzer schwierig zu gestalten (43:29). Die Rechnung haben sie jedoch zu früh mit Kevin Yebo (Niners) gemacht, der lässt sich nicht so leicht abschütteln unter dem Korb – setzt auf das and-One (49:32). Die Würzburger halten sich derweil mit offenen Würfen an der Dreierlinie über Wasser – doch solange Chemnitz hierauf immer wieder eine Antwort hat, bleibt die Aufholjagd ziellos (55:38). Würzburg setzt auf den Körpereinsatz, der die Chemnitzer zum Foulen zwingt und Würzburg an die Freiwurflinie bringt (55:40). Kurz vor Viertelende können beide noch einmal punkten, mit einem Zwischenstand von 57:42 geht es in die Schlussphase.

Q4: Würzburgern gelingt keine Aufholfjagd

Nach einer wilden Anfangszeit nimmt Rodrigo Pastore die Auszeit (59:45). Aus dieser können sie Punkte herausschlagen, gefolgt von einem erneuten Dreier, den Wes van Beck geschmeidig zu Korbe bringt (64:45). Würzburg kann dem jedoch nichts entgegen setzen. Ihre Würfe bleiben erfolglos. Nach einem wiederholten Offensivangriff der Chemnitzer (66:45) nimmt Würzburg-Trainer Sasa Filipovski die Auszeit. Sein Team bleibt allerdings ohne lohnbringende Lösungen – mit dem Kopf gegen die Wand erzwingen sie das Foulspiel (68:48). Chemnitz macht sich hingegen das Leben ein wenig schwer, die Würfe werden zu hektisch ausgeführt, van Beck (Niners) verlegt unter dem Korb (68:52). Jeff Garrett versuchts dann doch mal mit Geduld von außen (73:56). Zwei Minuten vor Schluss nimmt Pastore noch einmal die Auszeit, will seinem Team die Ruhe wiederzubringen. Wes van Beck macht behält Ruhe und macht sein Dreipunktspiel perfekt (76:64). Würzburg bleibt bis zum Ende trotz Punktspiel chancenlos gegen physisch starke Chemnitzer. Endstand: 79:66.