Start Niners Chemnitz holen ersten Playoff-Sieg der Vereinsgeschichte
Artikel von: Judith Hauße
17.05.2024

Niners Chemnitz holen ersten Playoff-Sieg der Vereinsgeschichte

Niners Chemnitz vs. Rasta Vechta – Playoffs Viertelfinale. Fotos: JSpictures.de – Jan Stimpel

Die Basketballer der Niners Chemnitz trafen im ersten Spiel des Playoff-Viertelfinale auf Rasta Vechta. Gegen die Niedersachsen sichern sie sich nach einer umkämpften Schlussphase mit 83:77 den ersten Playoff-Sieg. Das Spiel zum Nachlesen:

regionalspiegel-Viertelanalyse

Starting-Five: Aher Uguak, Jeff Garrett, Wes van Beck, DeAndre Lansdowne, Ousman Krubally

Q1: Niners Chemnitz mit defensivem Druckausgleich

Die Gäste aus Vechta sichern sich den Ball, verspielen diesen aber nur wenig später. Chemnitz kann die erste Chance hingegen besser verwerten, bringt die ersten Punkte sicher durch den Korb (2:0). Nach einem unglücklichen Ballvelrust von Ousman Krubally (NINERS) kann sich Vechta den Ball wieder holen, legt sich die ersten drei Punkte zurecht (2:3). Beide Mannschaften starten mit viel Energie, können sich gute Chancen erspielen (7:10). Chemnitz kann sich jedoch mit erstklassigen Würfen von außen und guter Reboundarbeit unter dem Korb den schnellen 8-Punkte-Vorsprung sichern (18:10).

Für Chemnitz läuft das erste Viertel bislang nach Plan. Vechta kehrt jedoch in den letzten zwei Minuten zurück ins Spielgeschehen, auch weil Chemnitz zu offensichtlich den Kampf unter dem Korb sucht. So können die Gäste aus Niedersachsen kurz vor Schluss ihren Rückstand doch noch einmal schrumpfen lassen (19:16).

Q2: Chemnitz bleibt reboundstark

Chemnitz übt weiter Druck in der Defensive aus. Dies lässt Vechta nur schwer zu Abschlüssen kommen (26:21). Doch auch Chemnitz hat an der Verteidigung der Gäste etwas zu hadern (27:23). Doch wenn es unter dem Korb nicht klappt, versucht Aher Uguak sein Glück von außen, und legt ihn von hier aus sicher rein (30:23). Für den Niners Headcoach Rodrigo Pastore ist das aber keine sichere Bank, denn Vechta kann sich auf zwei Punkte heran kämpfen – er nimmt die Auszeit für sein Team (30:28).

Leader DeAndre Lansdowne (Niners) nimmt sich ein Herz und setzt zum schnellen 4-0-Lauf an (34:28). Wes van Beck kann mit seinem Dreier die Chemnitzer Führung wieder auf ein besseres Polster bringen (37:30). Die bis dato starke Reboundleistung am defensiven Brett ist heute für Chemnitz eine sichere Bank. Rebound Uguak, der den letzten Angriff vor der Halbzeitpause für Chemnitz klar macht. Dominic Lockhart macht dann den Sack zum Ablauf der Shotclock zu (42:34).

Q3: Niners werfen sich in den Rausch

Vechta kommt mit einem 4-0-Lauf aus der Halbzeitpause (42:39). Die Niedersachsen setzen in der Anfangsphase auf das schnelle offensive Spiel. Chemnitz muss sich defensiv wieder besser aufstellen, zwei Punkte nach drei Minuten sind zu wenig (44:41). Nach einer wilden Diskussion um den Ball, werden die Zügel zur Mitte des Viertels nun straffer gezogen. Chemnitz spielt sich in den Rausch und holt sich die komfortable Führung (53:41). Vechta bleibt abgeschlagen, gerät erneut in eine kritische Phase. Nicht so Chemnitz. Die Niners zeigen sich unberührt vom physischen Spiel der Gäste (57:41). Vechta scheint sich selbst damit ein Bein zu stellen, ein unglücklicher Ballverlust ihrerseits bedeutet wiederum Punkte für Chemnitz (61:43). Ein Dreierwurf von Wes van Beck (Niners) eine Minute vor Schluss macht das Unglück der Gäste perfekt (64:45).

Q4: Chemnitz erkämpft sich ersten Playoff-Sieg

Mit seiner ganzen Athletik zieht DeAndre Lansdowne (Niners) zum Korb (68:47). Vechta kann sich durch freie Lücken in der Chemnitzer Verteidigung zwei aufeinanderfolgende Chancen von außen sichern – beide Würfe gehen für einen 6-0-Lauf rein (68:53). Das lässt sie noch an eine Aufholjagd glauben, Chemnitz dagegen kann seine Abschlüsse zur Viertelmitte nicht mehr ganz so einfach verwerten (69:56). Tylor Ongwae (Niners) versucht es dennoch von außen – mit Erfolg diesmal (71:56). Vechta bleibt in den letzten Minuten wurfstark, bringt ihre Top-Schützen noch einmal in Bestform (71:62). Ousman Krubally (Niners) kann den Lauf der Gäste unter dem Korb stoppen (75:62). Vechta packt allerdings munter seine Dreipunktwürfe aus – der Chemnitzer Vorsprung schrumpft auf sieben Punkte (75:68). Die Niners überlassen das Spiel zwei Minuten vor Schluss kurz den Gästen (76:72). Ein wichtiger Rebound von Dominic Lockhart eine Minute vor Ende nimmt das Gästegeschenk jedoch wieder zurück (79:72). Für die Gäste reicht die überlegene Schlussphase dagegen nicht mehr, sie müssen sich 83:77 geschlagen geben.