Artikel von: Redaktion Regionalspiegel
10.09.2026
Radeberg: Förderbescheid für Hüttermühle und 139 Einsätze der Stadtfeuerwehr Radeberg
In Radeberg bewegt sich vieles — manchmal sichtbar auf den Straßen, manchmal organisatorisch im Hintergrund. Dieser Artikel liefert regelmäßig die aktuellen kommunalen Nachrichten aus einer Hand.
Förderbescheid für Hüttermühle: Radeberg kann Sanierung starten
Radeberg kann die Sanierung der Hüttermühle beginnen. Oberbürgermeister Frank Höhme hat am 29. August 2026 von Ministerpräsident Michael Kretschmer den Fördermittelbescheid für das denkmalgeschützte Gebäude entgegengenommen. Damit ist nach Angaben der Stadt der Weg frei, die seit Jahren leer stehende Hüttermühle zu sichern, denkmalgerecht zu sanieren und wieder zu beleben.
Die Förderung beträgt 7,36 Millionen Euro und deckt 90 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Das Geld stammt aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen. Ministerpräsident Kretschmer bezeichnete die Hüttermühle als ein Stück Heimat und betonte, die Mittel seien gut investiert. Unterstützt werde damit ein Projekt, das Naturschutz und Tourismus verbinde und Radeberg sowie die Lausitz im Strukturwandel stärken könne. Auch die Beigeordnete im Landkreis Bautzen, Dr. Romy Reinisch, sprach von einem gemeinsam auf den Weg gebrachten Vorhaben und dem Startschuss für die Hüttermühle.
Die Stadt hatte sich im Jahr 2023 nach Zustimmung des Stadtrates letztmals um Gelder aus dem Strukturmittelfonds beworben. Danach bildete sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern aller Fraktionen, der Verwaltung und des Hüttertalvereins. Sie sprach sich mehrheitlich dafür aus, die Hüttermühle nicht zu verkaufen, sondern im Eigentum der Stadt zu behalten und kommunal weiterzuentwickeln.
Geplant ist zunächst die Sicherung der historischen Bausubstanz. Danach soll das Gebäude denkmalgerecht saniert werden. Anschließend will die Stadt die Hüttermühle bis Ende 2028 schrittweise zu einem Ort für Einheimische und Gäste entwickeln. Vorgesehen sind Räume für Gastronomie, Begegnung, Kultur und touristische Angebote im Hüttertal.
Die Hüttermühle hat eine lange Geschichte. Bereits für das 16. Jahrhundert ist eine wirtschaftliche Nutzung des Areals belegt. Im Laufe der Jahrhunderte diente sie unter anderem als Walk-, Brettschneide- und Mahlmühle. Seit 1870 gehörte eine Gastwirtschaft dazu. Nach einer Sanierung und dem Wiederaufbau in den 1970er-Jahren wurde sie weiter als Gaststätte betrieben, bis der Betrieb 2010 endete. Seitdem stand das Gebäude leer und verfiel zunehmend.
139 Einsätze für die Stadtfeuerwehr Radeberg seit Jahresbeginn
Die Stadtfeuerwehr Radeberg hat vom 1. Januar bis zum 8. August 2026 insgesamt 139 Einsätze absolviert. Das geht aus der aktuellen Statistik der Feuerwehr hervor. Im Einsatz waren die vier Standorte Radeberg, Großerkmannsdorf, Liegau-Augustusbad und Ullersdorf.
Den größten Anteil machten mit rund 55 Prozent technische Hilfeleistungen aus. Dazu zählten unter anderem Türnotöffnungen, Tragehilfe für den Rettungsdienst und Einsätze nach Straßenfahrzeugunfällen. Rund 23 Prozent der Einsätze entfielen auf Brände. Außerdem registrierte die Feuerwehr Fehlalarme und überörtliche Einsätze.
In der Auswertung werden für den Zeitraum 77 technische Hilfeleistungen, 26 Fehlalarme, 23 Brände und 13 überörtliche Einsätze genannt. Zusammen ergibt das die Gesamtzahl von 139 Einsätzen.
Nach Angaben der Stadtfeuerwehr leisteten die rund 150 aktiven Angehörigen in diesen gut sieben Monaten insgesamt 1.897 Einsatzstunden. Dabei wurden 27 Menschenleben gerettet.
Die Statistik zeigt damit ein breites Einsatzspektrum der Radeberger Wehr. Neben Brandeinsätzen prägten vor allem Hilfeleistungen und Fehlalarme das Geschehen im bisherigen Jahr. Die Zahlen beziehen sich auf die Zeit vom Jahresbeginn bis zum 8. August 2026 und erfassen die Einsätze der vier Standorte in der Stadt Radeberg.
Bundesweiter Warntag am 10. September: Sirenen in Radeberg und Ortsteilen werden getestet
In Radeberg und den Ortsteilen werden am 10. September 2026 alle Sirenen beim bundesweiten Warntag mit getestet. Der Probealarm beginnt um 11 Uhr, die Entwarnung soll um 11.45 Uhr erfolgen.
Der bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund und Ländern. Dabei wird in ganz Deutschland die technische Infrastruktur der Warnung per Probewarnung geprüft. Ziel ist es laut Mitteilung, Schwachstellen im Warnsystem zu finden und sie im Nachgang zu beseitigen, damit das System für den Ernstfall stabiler und effektiver wird.
Um 11 Uhr wird die Probewarnung als Warntext an alle Warnmultiplikatoren geschickt, die an das Modulare Warnsystem MoWaS angeschlossen sind. Dazu gehören etwa Rundfunksender und App-Server. Die Warnmultiplikatoren leiten die Meldung zeitversetzt an Warnmittel wie Fernseher, Radios und Smartphones weiter. Über MoWaS werden auch direkt angeschlossene Warnmittel wie die Warn-App Nina ausgelöst.
Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen verfügbare kommunale Warnmittel aktiviert werden, zum Beispiel Lautsprecherwagen oder Sirenen. Im Landkreis Bautzen wird auch das Sirenennetz getestet. Dabei werden die Sirenensignale „Warnung vor einer Gefahr“ und „Entwarnung“ gesendet. Nicht jede Ortslage verfügt über Sirenenanlagen, deshalb werden nicht überall Sirenensignale zu hören sein.
Für Radeberg ist angekündigt, dass alle Sirenen der Stadt und der Ortsteile beteiligt sind. Um 11 Uhr wird neben der Warnmeldung auch das Sirenensignal „Warnung vor einer Gefahr“ ausgelöst. Ab 11.15 Uhr ist die mögliche Erprobung von Sprachdurchsagen durch die örtlichen Brandschutzbehörden vorgesehen. Diese kann bis 11.30 Uhr dauern. Um 11.45 Uhr folgt dann die Entwarnung über MoWaS und auf den verschiedenen Kanälen sowie das Sirenensignal „Entwarnung“.
Eine besondere Vorbereitung ist nach Angaben der Stadt nicht nötig. Es kann aber sinnvoll sein, Angehörige und nahestehende Menschen vorab über den Probealarm zu informieren, damit sie wissen, dass keine tatsächliche Gefahr besteht.
Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.