Sonntag, 18. Oktober 2026

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Aero-Club: Trotz OB-Zusage wurde erneut die Flugzeug-Werkstatt gestrichen

Neubau ist für 2016 dringend notwendig – Aero-Club verliert danach die Genehmigung für jetzige Halle.

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Das Dach ist undicht, die Wände schief: Nur durch eine Notsicherung kann die Werkstatthalle für Segelflieger aus den 1950er Jahren noch bis April dieses Jahres genutzt werden. Joachim Lenk, Vorsitzender des Aero-Clubs Zwickau, hofft auf ein positives Zeichen der Stadt. Foto: Alice Jagals
Das Dach ist undicht, die Wände schief: Nur durch eine Notsicherung kann die Werkstatthalle für Segelflieger aus den 1950er Jahren noch bis April dieses Jahres genutzt werden. Joachim Lenk, Vorsitzender des Aero-Clubs Zwickau, hofft auf ein positives Zeichen der Stadt. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Der AERO Club Zwickau braucht dringend eine neue Segelflugwerkstatt. Nur durch eine Notsicherung konnte die Nutzung bis April 2016 ausgehandelt werden. Benötigt werden dafür 365.000 Euro. Fördermittel über den Landessportbund an die sächsische Aufbaubank sind beantragt. „Die finanzielle Unterstützung durch die Stadt steht noch aus, Verhandlungen laufen noch“, sagte Joachim Lenk, der am Samstag zur Jahreshauptversammlung erneut zum Vorsitzenden des Aero-Clubs Zwickau gewählt wurde. Bei der Unterstützung handelt es sich um 160.000 Euro, die Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß beim Besuch zur Deutschen Meisterschaft der Club- und Doppelsitzerklasse im vergangenen Jahr offiziell zugesagt hatte. Im Haushalt habe die Summe nun keinen Platz gefunden und das, obwohl das Problem seit fünf Jahren bekannt ist.

Doch allein die Bezuschussung reicht nicht aus. So ist es seitens des Landessportbundes Bedingung, dass ihre Bereitstellung der Fördermittel mit einer Pachtlaufzeit von mindestens 25 Jahren einhergeht. Bisher dauert der Vertrag mit der Stadt bis 2022 an. Darüber müsste der Stadtrat noch entscheiden. „Jetzt beschäftigt uns auch noch der Wunsch einiger intelligenten Politiker, aus dem Flugplatz ein attraktives Gewerbe-Gebiet zu machen“, so Joachim Lenk zynisch. Generell ärgert er sich über die Mangelnde Zustimmung gegenüber des Flugplatzes an der Reichenbacher Straße. „Bereits sieben Mal wurden in Zwickau Deutsche Meisterschaften ausgetragen. Das muss man erst einmal hinkriegen“, betont er.

Die Zeit wird also knapp. Denn der Neubau der Werkstatthalle ist dringend notwendig. Im Mai erlischt die Genehmigung und damit besteht für die Segelflieger nicht mehr die Möglichkeit einer ordentlichen Wartung ihrer Flugzeuge. Das könnte das Aus für die Sparte Segelflug im kommenden Jahr bedeuten. Von den rund 7.260 Starts im Jahre 2015 waren 2.610 Segelflieger abgehoben.

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