Bis ins letzte Viertel konnten die Basketballer der Niners Chemnitz zum Heimspieltag am Sonntag (26. März) ihren Gegner, die Telecom Baskets Bonn in Schach halten. Bis eine Minute vor Schluss hielten sie ihren Vorsprung. Am Ende machte es aber dann doch der Vize-Spitzenreiter aus Bonn das Spiel für sich aus. Mit einem Endstand von 79:81 (46:42) mussten die Chemnitzer vor heimischer Kulisse ihre siebte Niederlage in Folge einstecken. Besonders bitter – denn die Mannschaft von Niners-Headcoach Rodrigo Pastore legte viel Emotionen und eine bärenstarke Leistung aufs Parkett. Jubel hingegen auf der anderen Seite. Mit dem Sieg über Chemnitz sicherte sich das Bonner Top-Team das Playoff-Ticket.
Zahlen-Check nach der Partie
Mit 17 Punkten in der ersten Hälfte des Spiels, konnte Chemnitz seine höchste Führung aufbauen. 44:27 stand es in der 16. Minute. Die Niners trafen 11 von insgesamt 35 Dreier-Würfen (CH: 31%, Bonn: 5/24, 21%). beide Mannschaften holten 24 Defensive-Rebounds. Bonn kam am Ende auf rund 11 Steals, während es Chemnitz nur fünfmal gelang, dem Gegner den Ball zu klauen.
Die WochenENDspiegel-Viertelanalyse
Starting-Five: Aher Uguak, Jason George, Wes Clark, Minde Susinskas, Kevin Yebo
1. Viertel
Der erste Spielzug geht an die Gäste. Nach einem Foul gegen Kevin Yebo bekommen die auch den ersten Freiwurf, erfolglos.
Mindes mit den ersten Punkten an diesem Spielnachmittag (3:0). George legt nach (5:0). Chemnitz zeigt in der Verteidigung von Anfang an eine starke Performance, auch gegen den Bonner Wirbelwind TJ Shorts. Daraus resultiert eine verdiente 10:2-Führung. Die Chemnitzer Defensive macht es den Gästen immer wieder schwer, zum Korb zu gelangen, können so auch ihren 15.Punkte-Vorsprung halten (15:11). Ein schlauer Pass von Nelson Weidemann auf Susinskas besiegelt die bisherige Spiellust der Chemnitzer,auch für die Fans ein Befreiuungsschlag bisher (20:11) – der hoffentlich die restlichen 30 Minuten bleibt. Ein unglücklicher Pass von Velicka nach einem Defensive-Rebound lässt den Ball in die Hände der Bonner, die können kurz vor Viertelschluss auf vier Punkte herankommen (24:20).
2. Viertel
Auch im zweiten Viertel bleiben die Chemnitzer n der Verteidigung hellwach, machen es den Bonnern weiterhin in der Offensive schwer (29:22). Zwei blitzsaubere Dreier von Wes Clark und Nelson Weidemann bringen die bislang höchste Führung in diesem Spiel für Chemnitz (35:22). Nach einer aufwühlenden Foulszene (Nelson Weidemann wollte sicher noch ein Stück seines gestrigen Geburtstagskuchen) behalten die Chemnitzer die Nerven. Und auch Jason George zeigt heute eine deutlich bessere Leistung als in den letzten Wochen, trifft für drei (42:25). Zwei Minuten vor Halbzeitpause kann sich Bonn auf 8 Punkte an die Gastgeber herankamäpfen. Chemnitz gelingt jetzt nicht jeder Wurf, das nutzt der hochklassige Vize-Spitzenreiter aus. Kurz vor der Halbzeit sind es damit bloß noch vier Punkte zum Gegner (46:42).
3. Viertel
Die zweite Halbzeit startet mit einem Ausgleich (46:46), den sich Bonn offensiv durch die Lücken in der Chemnitzer Verteidigung erarbeitet hat. Dabei bleibt es aber nicht. Clark trifft zum 51:46, inklusive Freiwurf, Vier-Punkt-Spiel (52:46). Die Mittel gegen Shorts werden weniger, der Bonner Wirbel zum 52:54. Chemnitz kann sich aber die Führung wieder holen, inklusive Freiwurf für Uguak (59:54). Osborne kann sich durchsetzen (62:54). Bei den Bonnern läuft offensive gerade nicht viel, unterschätzen sollte man den heutigen Gegner aber trotzdem nicht, wie Karsten Tara beweist (62:59). es bleibt heute eine enge Kiste, Bonn kratzt immer wieder an dem Chemnitzer Vorsprung (65:61). Wes Clark beendet das dritte Viertel mit einem Dreier vom Parkplatz aus (70:64).
4. Viertel
Das vierte Viertel beginnt mit zwei verpassten Niners-Chancen. Die macht Bonn für sich aus (72:66). Kevin Yebo kann die Führung nach einem starken Rebound auf 7 Punkte erhöhen (73:66). Das zwingt Bonn zur Auszeit. Noch sieben Minuten verbleiben, um die Sensation doch noch möglich zu machen. Viel Zeit. Viel Arbeit. Die Shorts-Offensive bleibt unbezwingbar. Bonn kommt auf drei ran (73:70). Nach einem Foul gegen Dominic Lockhart kann sich Bonn den Ausgleich sichern (73:73). Wer behält in den letzten fünf Minuten mehr Durchhaltevermögen? (75:73). Wes Clark bringt Chemnitz wieder ins Spiel (77:74). Zwei Minuten vor Schluss noch einmal Ausgleich (77:77). Bitter. Eine Minute vor Spielende holt sich Bonn die Zwei-Punkte-Führung (77:79). Nach dem Ausgleich durch Clark (79:79) und dem Zweier von Shorts (79:81) hat Chemnitz den letzten Ball. Bonn geht allerdings nochmal an die Linie, trifft für zwei und gewinnt 79:81.


