Samstag, 17. Oktober 2026

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Vor 60 Jahren: Manfred Kaiser ist erster Fußballer des Jahres der DDR

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Aues Manfred Kaiser (ganz rechts) versucht Hartmut Rentzsch am Torschuss zu hindern. Szene aus der DDR-Oberligapartie zwischen der gastgebenden Wismut-Mannschaft und Motor Zwickau. Das Spiel gewannen die Westaschsen am 22. November 1964 mit 2:1. Foto: Frank Kruczynski

1963 erste Fu-Wo-Umfrage im Osten

In der Sommerpause 1963 gab es zum ersten Mal in der DDR die Fu-Wo-Umfrage nach dem Fußballer des Jahres. Die Sportredaktionen aller wichtigen Zeitungen der Republik wählten jeweils ihre Favoriten der Saison 1962/1963 aus und die Fachzeitschrift Fußball-Woche ermittelte mithilfe einer Punktwertung das Endergebnis.

Am 1. Mai 1974 fand ein Freundschaftsspiel zwischen der BSG Sachsenring Zwickau und einer DDR-Repräsentationsmannschaft statt. Die Aufnahme zeigt einen Zweikampf zwischen Albert Beier (links) und dem für die Auswahl berufenen Auer Manfred Kaiser. „Manni“ hatte zwischen 1955 und 1964 einunddreißig Einsätze für die DDR-Nationalmannschaft bestritten. Foto: Frank Kruczynski
Das Bild entstand in den 1970ern in Zwickau, als Manfred Kaiser (rechts), damals Co-Trainer des FC Rot-Weiß Erfurt, die Oberligabegegnung zwischen Sachsenring Zwickau und den Thüringern verfolgte (Endstand 0:0). In der Mitte der Zwickauer Trainer Karl-Heinz Kluge und links dessen Assistent Hans Speth, welcher übrigens die Auer Wismut-Mannschaft von 1986 bis 1988 trainierte.

Länderspiel der DDR vor 90.000 Zuschauern


Während dieser Abstimmung wurde am 2. Juni 1963 das Fußball-Länderspiel DDR gegen England im Leipziger Zentralstadion vor 90.000 Zuschauern ausgetragen. Der 34-jährige Mittelfeldakteur Manfred Kaiser vom SC Wismut war nach Meinung der anwesenden Journalisten der beste Spieler auf dem Platz. Neben seiner herausragenden Saisonleistung im Trikot der Auer Mannschaft hat das sicherlich mit dazu beigetragen, dass er die meisten Stimmen bekam. Für die Fu-Wo-Redaktion wurde „Manni“ Kaiser mit dem „Silbernen Fußballschuh“ absolut verdient geehrt.

Manfred Kaiser (links) mit dem „Silbernen Fußballschuh“ und Peter Ducke, der bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 1962/1963 den zweiten Platz belegte. Quelle: Archiv Bernd Friedrich
„Manni” besuchte so lange es ihm gesundheitlich möglich war Heimspiele seiner Veilchen. Die Aufnahme zeigt ihn mit seiner Frau als Besucher der Drittligabegegnung zwischen dem FC Erzgebirge und dem SSV Jahn Regensburg am 3. Oktober 2009. Am Ende durften sich beide damals über einen 3:1-Sieg der Lila-Weißen freuen. Foto: Frank Kruczynski

Seine Einstellung zum Leistungssport war stets vorbildlich, er galt als unermüdlicher Kämpfer und kluger Spieler, der immer hoch konzentriert wirkte. Auf den Plätzen zwei bis zehn folgten Peter Ducke (SC Motor Jena), Dieter Erler (SC Wismut), Kurt Liebrecht (Lok Stendal), Kurt Zapf (SC Empor Rostock), Roland Ducke (SC Motor Jena), Günter Schröter (SC Dynamo Berlin), Harald Fritzsche (SC Motor Jena), Werner Heine (SC Dynamo Berlin) und Klaus Urbanczyk (SC Chemie Halle). Bis 1991 führte die Fu-Wo jährlich diese Umfrage durch und Manfred Kaiser blieb der einzige Auer Spieler, dem diese Ehre zuteilwurde.

Text: Bernd Friedrich im Veilchenecho – Ausgabe 527 vom 6. August 2023


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