Start Torgau: Café Arche eröffnet und Johann-Walter-Medaille für drei Musikpersönlichkeiten
Artikel von: Redaktion Regionalspiegel
31.07.2026

Torgau: Café Arche eröffnet und Johann-Walter-Medaille für drei Musikpersönlichkeiten

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Foto: fotogestoeber

Aktuelle Meldungen aus Torgau können viele Bereiche des täglichen Lebens betreffen — von allgemeinen Hinweisen über städtische Bekanntmachungen bis hin zu Informationen für die Menschen vor Ort. Was Bürgerinnen und Bürger bewegt, finden Sie hier.

Torgau aktuell: Café Arche in Torgau offiziell eröffnet

Mit der Eröffnung des Cafés Arche auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände ist eines der letzten noch offenen Projekte aus dem Maßnahmenpaket der Landesgartenschau abgeschlossen worden. Das Café liegt direkt neben dem Tiergehege „Torgauer Arche“ und soll das Freizeit- und Aufenthaltsangebot in diesem Bereich der Stadt erweitern.

Errichtet und hergerichtet wurde das Objekt durch die Stadt Torgau. Für die Umsetzung kamen auch Fördermittel aus dem Programm zur Strukturförderung der Kohleregionen zum Einsatz. Mit der Fertigstellung bekommt das Gelände einen weiteren Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher sowie für Familien und Gäste des Tiergeheges.

Künftig wird das Café gemeinschaftlich von 78Grad Eventcatering und den Elbaue-Werkstätten gGmbH betrieben. Nach Angaben der Stadt verbindet diese Zusammenarbeit gastronomische Kompetenz mit einem inklusiven Beschäftigungsansatz. Im Café entstehen neue Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap, die im Arbeitsalltag von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von 78Grad begleitet und fachlich angeleitet werden.

Die Eröffnung steht zugleich für die Zusammenarbeit verschiedener Partner. Die Stadt Torgau und die Elbaue-Werkstätten haben das Projekt gemeinsam vorangebracht, der spätere Betrieb erfolgt ebenfalls in Kooperation mit 78Grad Eventcatering. Nach Einschätzung der Verantwortlichen zeigt das, wie durch gemeinsames Engagement nachhaltige Projekte für die Region geschaffen werden können.

Das Café Arche soll damit nicht nur die Attraktivität des ehemaligen Landesgartenschaugeländes stärken, sondern auch einen Beitrag zu Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe in Torgau leisten. Besucherinnen und Besucher können das Angebot dienstags bis donnerstags von 12 bis 17 Uhr und freitags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr nutzen. Montags bleibt das Café geschlossen.

Torgau aktuell: Johann-Walter-Medaille in Torgau für drei Persönlichkeiten des Musiklebens

Mit der Verleihung der Johann-Walter-Medaille hat der Sächsische Musikrat am Sonntag in der Schlosskapelle Torgau die Bedeutung der aktiven Musikpflege in Sachsen hervorgehoben. Die öffentliche Festveranstaltung würdigte Persönlichkeiten, die das Musikleben des Freistaates in besonderer Weise geprägt haben.

Der Sächsische Musikrat stiftete die Auszeichnung nach eigenen Angaben in der Überzeugung, dass die Zukunft der sächsischen Musikkultur wesentlich von Menschen getragen wird, die sich mit Leidenschaft und Beharrlichkeit der musikalischen Praxis widmen. Die Verleihung findet im zweijährigen Turnus statt und erinnert an beispielhaftes Wirken sowie außergewöhnliches Engagement im Musikleben des Landes.

In diesem Jahr wurden die Sopranistin Isabel Schicketanz, die Kirchenmusikerin Elke Groß und der Cellist Jan Vogler ausgezeichnet. Vogler konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich in Torgau dabei sein. Die drei Preisträger stehen laut Musikrat beispielhaft für die stilistische und künstlerische Vielfalt der sächsischen Musiklandschaft.

Isabel Schicketanz zählt zu den profiliertesten Interpretinnen der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Die in Dresden ausgebildete Sopranistin arbeitete mit namhaften Dirigenten und Ensembles zusammen und gründete das Solistenensemble „Elbgut“, das unter anderem mit einem Opus Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.

Elke Groß hat sich über viele Jahre hinweg um die kirchenmusikalische Arbeit in der Oberlausitz verdient gemacht. Mit der Kantorei und dem Jugendchor Hochkirch prägt sie das kulturelle Leben ihrer Region und setzt Impulse für die musikalische Nachwuchsarbeit.

„Unser Schopp“ soll in Beckwitz Realität werden

In Beckwitz in der Stadt Torgau wird weiter nach einer Lösung für die Nahversorgung gesucht. Der Ortschaftsrat beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit der Frage, wie die Versorgung in Beckwitz und den umliegenden Ortschaften langfristig gesichert werden kann. Hintergrund ist, dass die frühere Einkaufsmöglichkeit „Ihr Kaufmann“ im Ort schließen musste. Seitdem fehlt vielen Menschen eine wohnortnahe Möglichkeit, Produkte des täglichen Bedarfs zu kaufen.

Mit dem Konzept „Unser Schopp“ könnte sich nun eine neue Perspektive ergeben. Vorgesehen ist ein moderner, energieeffizienter Dorfladen in Containerbauweise. Das Modell wurde speziell für kleinere Ortschaften entwickelt und wird nach Angaben aus dem Material bereits an anderen Standorten eingesetzt. Dort habe sich gezeigt, dass eine wohnortnahe Nahversorgung auch wirtschaftlich funktionieren kann.

Der geplante Laden soll an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet sein und etwa 1600 Artikel des täglichen Bedarfs anbieten. Ergänzt werden soll das Angebot durch regelmäßig personell besetzte Zeiten. Dann sollen persönliche Beratung, Barzahlung und Unterstützung beim Einkauf möglich sein. Außerdem setzt das Konzept auf regionale Produkte sowie auf die Zusammenarbeit mit Erzeugern und Unternehmen aus der Region.

Nach einer Informationsveranstaltung und zahlreichen Gesprächen ist das Interesse an einem Dorfladen in Beckwitz und Umgebung offenbar vorhanden. Dem Material zufolge liegen bereits rund 40 Interessensbekundungen vor. Dabei geht es zunächst nicht um einen Vertrag, sondern nur darum, festzustellen, ob genügend Menschen das Angebot künftig regelmäßig nutzen würden. Diese Rückmeldungen sollen eine wichtige Grundlage für die weitere Planung und für Gespräche mit Finanzierungspartnern sein.

Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.