Sonntag, 18. Oktober 2026

regionalspiegel. – Aktuelle Nachrichten, Verkehrsmeldungen und Events in Sachsen.

Freiberg: Stadtbibliothek feiert 150 Jahre und neue Konzepte im Pop-Up-Store starten

Von Redaktion Regionalspiegel

· 3 Min. Lesezeit

Foto: Adobe Stock / Zerber

Was ist los in Freiberg? Wir haben uns umgesehen und die wichtigsten aktuellen kommunalen Meldungen zusammengetragen.

Freibergs Stadtbibliothek feiert 150 Jahre mit Lese- und Lauschfestival

Die Stadtbibliothek Freiberg begeht ihr 150-jähriges Bestehen mit einem mehrtägigen Lese- und Lauschfestival für alle Generationen. Am 24., 26. und 31. Oktober wird an besonderen Orten in Freiberg gelesen, gelauscht, gesungen und miteinander ins Gespräch gekommen.

Den Auftakt bildet am Samstag, 24. Oktober, dem Tag der Bibliotheken, die Veranstaltung „Herzensstücke: 50 x Lesefreude“ von 15 bis 20 Uhr. Dabei teilen rund 50 Leserinnen und Leser sowie Autorinnen und Autoren ihre persönlichen Lieblingsstücke. Gelesen wird an drei ungewöhnlichen Orten: in der Stadtbibliothek im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss sowie in der Pressetonne der Freien Presse.

Das Programm ist vielfältig angelegt. Es reicht von Kurzgeschichten und Gedichten über Romanauszüge, Briefe und Reportagen bis zu bislang unveröffentlichten Tagebuchauszügen. Nach Angaben der Stadtbibliothek beteiligen sich Literatinnen und Literaten aus Freiberg und darüber hinaus. Außerdem sind eine Hörspielsprecherin, Schauspieler, Journalisten und weitere Mitwirkende beteiligt.

Mit dem Festival will die Bibliothek ihr Jubiläum nicht nur mit einem klassischen Rückblick feiern, sondern auch verschiedene Formen des Vorlesens und Zuhörens in den Mittelpunkt stellen. Die Veranstaltungen an den drei Oktobertagen richten sich ausdrücklich an ein breites Publikum. Ort, Inhalt und beteiligte Stimmen sollen das Jubiläum auf ungewöhnliche Weise erlebbar machen.

Zwei neue Konzepte eröffnen im Oktober im Freiberger Pop-Up-Store

Der Freiberger Pop-Up-Store in der Erbischen Straße bekommt im Oktober zwei neue Konzepte. In der zeitlich begrenzten Verkaufsfläche in der Altstadt eröffnen am Samstag, 10. Oktober, um 9 Uhr Schmuckdesign Luli und DUX dsgn ihren Pop-Up-Auftritt. Am Dienstag, 13. Oktober, folgt um 14 Uhr Pink Bow mit weiteren Anbietern.

Der Pop-Up-Store belebt seit dem 19. September Freibergs Altstadt als Fläche für kreative Labels und neue Geschäftsideen. Zuvor waren bereits die ersten drei Anbieterinnen Mathi Muffin, Keramik Brand und Holzmops gestartet. Mit den neuen Terminen kommt nun die nächste Runde hinzu.

Bei der Eröffnung am 10. Oktober können Besucherinnen und Besucher Schmuck sowie die „kuscheligen Erzgebirgsbotschafter“ Kalle & Ella entdecken. Außerdem zeigt DUX dsgn Handwerkskunst wie Schwibbögen, die in Mittelsachsen produziert werden. Am 13. Oktober stehen handgemachte Dekoration, Accessoires und weitere Herzensstücke im Mittelpunkt.

Citymanagerin Nicole Schimpke wird bei beiden Eröffnungen vor Ort sein. Nach Angaben der Stadt beantwortet sie Fragen zum Konzept, zu weiteren Terminen und zu Mietmöglichkeiten. Der Store richtet sich an kreative Händlerinnen und Händler, Gründerinnen und Gründer sowie online aktive Anbieter, die ihre Ideen in Freibergs Altstadt sichtbar machen und vor Ort testen möchten.

Bis Jahresende sind bereits mehrere Zeiträume gebucht. Dazu zählen 10. und 11. Oktober, 13. bis 17. Oktober, 22. bis 24. Oktober, 19. bis 21. November sowie 27. bis 29. November. Die Adresse lautet Erbische Straße 1, 09599 Freiberg.

Konzert auf der historischen Betstubenorgel im Freiberger Museum

Das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg lädt am Sonntag, 4. Oktober, zum ersten Konzert auf der historischen „Betstubenorgel“ seit der Wiedereröffnung der Ausstellungsbereiche im ersten Obergeschoss ein. Beginn ist um 17.30 Uhr, Einlass ab 17 Uhr. Das etwa einstündige Programm umfasst unter anderem Werke von Georg Muffat, Georg Böhm und Johann Sebastian Bach.

Für den Auftritt konnte das Museum Domkantor und Domorganist Albrecht Koch gewinnen. Er spielt auf einem Instrument, das zu den besonderen Schätzen der Museumssammlung zählt. Die „Betstubenorgel“ ist ein Orgelpositiv, das vermutlich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden ist. Es verfügt über 294 Pfeifen und sechs Register. Der barocke Prospekt wurde 1789 von Johann Gottlieb Müller geschaffen.

Die Geschichte des Instruments reicht weit zurück. Vermutlich diente es zunächst als Hausorgel einer adligen Familie. Später stand es in der Betstube der Himmelsfürst Fundgrube bei Brand-Erbisdorf und begleitete dort die Betschichten der Bergleute. Nach dem Verstummen im Jahr 1886 gelangte die Orgel 1904 in die Sammlung des Freiberger Altertumsvereins.

Im Zuge der Neugestaltung der Ausstellungsbereiche wurde das Instrument fachgerecht gewartet und neu gestimmt. Karten kosten 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. Reservierungen sind unter der Telefonnummer 03731 273 590 oder per E-Mail an museum@freiberg.de möglich.

Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.