Der Alltag in Torgau wird von vielen Informationen begleitet: Hinweise der Verwaltung, öffentliche Bekanntmachungen, Termine und weitere Nachrichten aus dem städtischen Leben. Hier finden Sie eine Übersicht über aktuelle Themen.
Torgau und Strzegom sind wieder offiziell Partnerstädte
Torgau und die polnische Stadt Strzegom sind wieder offiziell Partnerstädte. Im Rahmen des Stadtfestes „Torgau leuchtet“ unterzeichneten Torgaus Oberbürgermeister Henrik Simon und Strzegoms Bürgermeister Krysztof Kalinowski am Sonntag, 4. Oktober 2026, die neu aufgelegte Vereinbarung zur Städtepartnerschaft.
Damit wurde die Verbindung zwischen beiden Städten nach mehreren Jahren wieder institutionalisiert. Die Partnerschaft war am 5. Dezember 2019 durch Beschluss der Mehrheit des Torgauer Stadtrates beendet worden. Danach wurden offizielle Kontakte und der Austausch in Soziales, Kultur und Sport deutlich reduziert. In Strzegom selbst war die Partnerschaft allerdings nie aufgekündigt worden, sondern ruhte.
Trotz der Unterbrechung blieben nach Angaben der Stadt zahlreiche Verbindungen bestehen. Genannt werden etwa die Freiwillige Feuerwehr Torgau, die KvB-Mittelschule mit Schüleraustauschen, der Rock’n’Roll Club und der SSV Torgau im Judo. Auch die Stadtverwaltung und einzelne Mitglieder des Stadtrates hielten den Austausch aufrecht.
Den Impuls für die erneute offizielle Partnerschaft gab ein Besuch einer Torgauer Delegation zum Granitfest in Strzegom. Der Torgauer Stadtrat hatte den Oberbürgermeister in seiner Sitzung vom 23. September 2026 auf Antrag der Fraktion SPD/Die Linke mit der Erneuerung der Städtepartnerschaft beauftragt.
Zur Unterzeichnung reiste auch eine Striegauer Delegation nach Torgau. Dazu gehörten der neu gewählte Bürgermeister, Vize-Bürgermeisterin Anna Halas und der Stadtratsvorsitzende Pjotr Schmidt. Künftig soll der Austausch zwischen beiden Städten wieder stärker in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und gesellschaftliches Engagement stattfinden.
Katharina-von-Bora-Preis für Engagement in Torgau verliehen
In der Torgauer Schlosskirche ist am 2. Oktober 2026 der Katharina-von-Bora-Preis verliehen worden. Die Stadt Torgau und der Freistaat Sachsen zeichneten damit Frauen aus, die sich mit besonderem Einsatz für die Gesellschaft und das Miteinander engagieren. Unter den drei Hauptpreisträgerinnen war Christina Kewitz von der Zeitoase der Diehl-Zesewitz-Stiftung.
Die Zeitoase gibt es seit 20 Jahren in Torgau. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen und an Menschen aus fremdsprachigen Kulturen. Ziel des Projekts ist es, mehr erfüllte Lebenszeit und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Nach Angaben der Stadt spielen dabei ehrenamtliche „Zeitstifter“ eine wichtige Rolle.
Zum Programm gehören dreimal pro Woche Treffen bei Kaffee und Kuchen. Darüber hinaus werden Ausflüge, weitere Aktivitäten und gemeinsame Geburtstagsfeiern angeboten. Mit diesen Formaten schafft die Zeitoase einen Ort, an dem Begegnung und Austausch im Mittelpunkt stehen.
Die Auszeichnung würdigt damit nicht nur das persönliche Engagement von Christina Kewitz, sondern auch die langjährige Arbeit eines Projekts, das seit zwei Jahrzehnten auf soziale Teilhabe setzt. Der Preis wurde in Torgau als Anerkennung für drei Frauen vergeben, deren Einsatz laut Stadt und Freistaat beispielhaft für gelebtes Engagement steht.
Torgau: Johann-Walter-Gymnasium feiert Uraufführung von Musik-Theater „Im Tal der Ahnungslosen“
Das Johann-Walter-Gymnasium hat am 2. Oktober 2026 im Kulturhaus im Rahmen des Stadtfestes „Torgau leuchtet“ die Uraufführung seines neuen Musik-Theaters „Im Tal der Ahnungslosen“ gezeigt. Die Inszenierung wurde von Schülerinnen und Schülern getragen und verband Schauspiel, Musik und emotionale Szenen.
Das Stück spielt im Jahr 1957 und erzählt von Umbruch, alten Traditionen, Jazz, Rock’n’Roll sowie der Frage nach Freiheit und Aufbruch. Damit griff die Produktion ein historisches Setting auf, das den Konflikt zwischen Gewohntem und neuem Lebensgefühl in den Mittelpunkt stellt.
Drehbuch und Musik stammen von Ole Hudde. Er übernahm zudem gemeinsam mit Jakob Höcke die technische Leitung und das Bühnenbild. Beide sind Schüler der 12. Klasse. Auf der Bühne standen als Hauptdarsteller Emily Hinz, Kilian Ritz und Ole Hudde. Alle drei sangen live. Unterstützt wurden sie von vielen weiteren Mitwirkenden auf und hinter der Bühne.
Das Publikum reagierte nach der Aufführung mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Die Vorstellung war damit nicht nur ein Beitrag zum Stadtfest, sondern auch ein deutliches Zeichen für das Engagement der beteiligten Jugendlichen am Johann-Walter-Gymnasium.
Mit der Uraufführung präsentierte die Schule ein eigenes Musik-Theater, das künstlerische Arbeit, historische Thematik und Teamarbeit verband. Für die Mitwirkenden und das Publikum wurde der Abend im Kulturhaus damit zu einem besonderen Programmpunkt von „Torgau leuchtet“.
Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.
