Sonntag, 18. Oktober 2026

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Eric Frenzel: Schmerzlicher Olympia-Verlust!

Er ist Weltmeister und Olympiasieger, mehrfacher Weltcup-Gesamtsieger und einer der erfolgreichsten Sportler Deutschland. Eric Frenzel. Der König der Nordischen Kombination begibt sich in dieser Saison auf den Weg nach Peking, will dort bei den Olympischen Spielen im Februar erfolgreich sein. Die Leser des WochenENDspiegel nimmt er dabei mit, wird wöchentlich von den Weltcup-Wettkämpfen berichten.

Von Sven Günther

· 2 Min. Lesezeit

Eric Frenzel postete dieses Foto mit Björn Kircheisen (mitte) und Johannes Rydzek auf Instagram. Foto: privat

„Die ersten Spiele ohne mich…“

Von Eric Frenzel

…sagte mein alter Teamkamerad, langjähriger Doppelzimmergenosse und Freund Björn Kircheisen zu mir, als er mich am Rande des Klingenthaler Heimweltcups Richtung Olympische Spiele verabschiedete. Er war nochmal zum Landhotel Zwota gekommen, wo die deutsche Nationalmannschaft in Klingenthal schon zum zweiten Mal untergebracht war, um mir viel Erfolg für die Wettkämpfe in Peking zu wünschen. Wir nahmen uns die Zeit, um nochmals die gemeinsamen olympischen Erlebnisse Revue passieren zu lassen: Vancouver, Sotchi, Pyeon Chang. Noch heute freuen wir uns daran, wie wir abends in Vancouver zu Prof. Dr. Dieter Lazik in ein extra angemietetes Chalet schlichen, um Muskeln, Sehnen und Gelenke nach jedem Training wieder ausrichten zu lassen. Die Teerunden bei Meister Dieter in der kanadischen Holzvilla sind ein Highlight unserer gemeinsamen Zeit.

Auch jenseits der guten Wünsche war Björn für mich an diesem Wochenende zugegen; an der Strecke wurden wir ausnahmsweise mit Getränken verpflegt, was sonst im Weltcup nicht gemacht wird, und Björn war mein zuständiger DSV-Betreuer an der Strecke. Gut versorgt war ich also beim Heimweltcup mit etwa eintausend zugelassenen Zuschauern, was zumindest beim ersten Rennen, das ich als Sechster abschloss, auch seinen Anteil am Erfolg hatte.

Warum diese Versorgung an der Strecke, die wir sonst nicht in Anspruch nehmen?
Kurz vor den Olympischen Spielen steuern wir Kombinierer auf eine wahre körperliche Gratwanderung zu. Einerseits versuchen wir im Hinblick auf das Springen Gewicht zu reduzieren, um Weitenmeter herauszukitzeln, andererseits dürfen wir den Körper hinsichtlich des Laufens nicht vernachlässigen, der über die zehn Kilometer kommen muss. Im Moment bin ich, wie viele Mitstreiter, in einem kritischen Korridor. Die Gewichtsreduzierung war so weit, dass nun wieder entgegengesteuert werden sollte. Um den Körper nicht zu sehr belasten und ihm seine Reserven zu lassen, essen wir vor dem Wettkampf ordentlich und bekommen während des Laufens Vitamincocktails, die ich in meinem Fall aus vertrauten Händen erhielt.
In Peking werde ich Björn Kircheisen vermissen.

 

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