Klimaneutrale Fernwärme als Beitrag zum Klimaschutz
Region. Rund 80.000 Vogtländer, also mehr als ein Drittel der Region, sollen künftig mit klimaneutraler Fernwärme aus Geothermie versorgt werden. Landrat Thomas Hennig hat am gestrigen Donnerstag hierzu entsprechende Pläne zur Nutzung der „Tiefen Geothermie“ im Bereich von Schönbrunn vorgestellt. Bei guten Voraussetzungen sollen Oelsnitz und Plauen künftig über das Netz mit Wärme versorgt werden. Darüber hinaus ließe sich auch Elektroenergie für mehrere Zehntausende Haushalte aus der Tiefe erzeugen. Zunächst stehen jedoch noch umfassende wissenschaftliche Untersuchungen des vogtländischen Untergrundes an.

Geothermie bereits in den 60er Jahren entdeckt
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das enorme Energiepotenzial aus der Tiefe im Vogtland nutzbar machen können. Für den Landkreis und seine Bürger ist das ein großer Schritt hin zur Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit, so der Landrat. Die Vorhaben, welche Hennig umsetzen will, basieren unter anderem auf Forschungsprojekten des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie auf Untersuchungen des Geoforschungszentrums Potsdam. . Wissenschaftler betrachten dabei verschiedene Gesteinsschichten im Bereich Schönbrunn, in denen Thermalwasser mit rund 40 Grad Celsius bereits in rund 500 Metern Tiefe zu finden ist. Auch der Einfluss von aufsteigendem Magma in einer Tiefe von etwa 30 Kilometern ist Gegenstand der Forschung. Diese geologischen Voraussetzungen sollen künftig für Klimaschutz im Vogtland sorgen. Bereits 1961 war das Bergbauunternehmen Wismut bei einer 1,4 Kilometer tiefen Bohrung in der Nähe von Geilsdorf auf entsprechende Vorkommen gestoßen.




