Sonntag, 18. Oktober 2026

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Janina Hettich: Olympia-Angriff in Antholz

Biathletin Janina Hettich berichtet im WochenENDspiegel von Weltcup und Olympischen Spielen. Wie Eric Frenzel, der schon seit 2014 für uns schreibt, wird die Staffel-Vize-Weltmeisterin dieses Jahres ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse schildern. Sie startet beim Weltcup in Antholz.

Von Sven Günther

· 2 Min. Lesezeit

Sieg in Osrblie. Dieses Foto veröffentlichte Janina Hettich auf Instagram. Foto: privat

Ab nach Antholz

Von Janina Hettich
Aus Orsblie zurückgekehrt, ausgeschlafen, die Waschmaschinen geladen und den Anruf des Trainerstabs entgegengenommen, dass ich für den Weltcup in Antholz nominiert bin – ja, Antholz!
Der Südtiroler Weltcuport weckt in mir nur die besten Erinnerungen. Mit den Erfolgen, die ich in der letzten Saison dort feiern durfte, verbinde ich eine Art Durchbruch. Antholz- das ist eine Märchenlandschaft im Schnee und in der Sonne, Antholz- das ist Enthusiasmus der Zuschauer pur, Antholz – das ist ein Wettkampfareal, dessen Strecken ich sehr mag, Antholz- das ist Biathlon in Reinform!!
Ich freue mich also sehr, genauso, wie ich mich darüber freue, dass ich den Einzelwettkampf in Orsblie für mich entscheiden konnte: 20 Schuss, 20 Treffer haben mich im Selbstbewusstsein wieder gestärkt. In der Ruhe des IBU-Cups konnte ich mich wirklich auf das besinnen, was ich kann und das tat gut. Es war daher die richtige Entscheidung, eine Wettkampfserie in der 2. Liga des Biathlongeschehens zu absolvieren, um jetzt wieder zur Mannschaft im Weltcup zu stoßen.
Der Kreis schließt sich sozusagen, wenn ich als Auftaktwettbewerb in Südtirol jetzt auch einen Einzelwettkampf vor mir habe, eine lange Distanz mit vier Schießsequenzen, bei denen man mehr als in den anderen Wettkampfformen etwas mehr „Zeit“ am Schießstand hat. Der Wettkampf ist durch die dort bestehende Strafregel des Minutenzuschlags pro Fehlschuss eindeutig schießlastig und das gefällt mir grundsätzlich sehr gut.
Also packe ich meine Sachen wieder zusammen, fahre ins Tal zum obligatorischen PCR-Test, den ich zur Einreise nach Italien benötige und freue mich darauf, wieder bei der Mannschaft zu sein, die gerade doch etwas gebeutelt ist, durch den Ausfall von Franziska Preuß, durch Ergebnisse, die hinter den eigenen Erwartungen und Möglichkeiten liegen durch die Rahmenbedingungen, die uns das Infektionsgeschehen aufgibt.
Ich hoffe auf Sonnenschein in Antholz und gute Ergebnisse.

 

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