Sonntag, 18. Oktober 2026

regionalspiegel. – Aktuelle Nachrichten, Verkehrsmeldungen und Events in Sachsen.

Plauen: Feuerwehr und THW üben für den Notfall

Von Redaktion Regionalspiegel

· 3 Min. Lesezeit

Vorbereitungen für den Ernstfall

Um zukünftig besser auf Hochwasser und Starkregen reagieren zu können, hat die Stadt Plauen Ende letzten Jahres eine neue Sandsackfüllmaschine erworben. Diese Anschaffung kostete etwa 20.000 Euro. Am Samstag, dem 11. Mai, trainierten die Mitglieder der Plauener Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks gemeinsam den Umgang mit der neuen Maschine und das Befüllen der Sandsäcke. Die Anlage ermöglicht es den Helfern, etwa 2.400 Sandsäcke pro Stunde zu füllen, wodurch die Einsatzkräfte in Zukunft wesentlich effizienter arbeiten können.

Bürgermeisterin Kerstin Wolf betonte die Vorteile der neuen Maschine: „Mit der Inbetriebnahme der Sandsackfüllanlage erreicht die Stadt Plauen gegenüber den herkömmlichen Füllmethoden eine erhebliche Effizienzsteigerung bei der Bekämpfung von Hochwasser- und Starkregenereignissen. Die Maschine erlaubt das Füllen einer großen Menge von Sandsäcken in sehr kurzer Zeit. Damit kann die Schadensbekämpfung wesentlich schneller und wirksamer vorgenommen werden als bisher.“

Kooperation mit dem THW Plauen

Für den Betrieb der Anlage und den dazugehörigen Logistikpunkt kooperiert die Stadt Plauen mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), Ortsverband Plauen. Das THW übernimmt sämtliche Aufgaben des sogenannten Sandsackfüllplatzes. Zudem erhalten die THW-Kameraden Unterstützung von freiwilligen Helfern aus der Bevölkerung. Gemeindewehrleiter René Schreiter betont: „Der Betrieb der Maschine durch die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Plauen ist ein hervorragendes Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen und Feuerwehr zum Wohle unserer Bürger.“

Der Sandsackfüllplatz wurde so gewählt, dass er unabhängig von anderen Einsatzstellen und wichtigen Gefahrenabwehr-Liegenschaften betrieben werden kann. Gleichzeitig ist er für Großfahrzeuge gut erreichbar. Der Platz steht unter der Einsatzleitung der Plauener Feuerwehr und wird als eigenständiger Einsatzabschnitt geführt. Die Maschine soll hauptsächlich stationär in Plauen betrieben werden, kann aber bei Bedarf auch schnell in andere betroffene Gebiete im Vogtland, in Sachsen oder deutschlandweit verlegt werden. Auch die Kameraden des Löschzuges Retten Vogtland II (LZR II) der Freiwilligen Feuerwehr Plauen werden als Bedienpersonal ausgebildet.

An der Sandsackfüllmaschine können vier Personen zeitgleich Säcke füllen. Foto: Ellen Liebner

Bürger können im Ernstfall mit Sandsäcken versorgt werden

Die Maschine, die mit Kraftstrom betrieben wird, verfügt über ein Sand-Silo mit einer Förderschnecke, die den Sand auf vier Abfülltrichter verteilt. Bei Bedarf kann ein Radlader der Stadt Plauen das Sand-Silo befüllen. Die Maschine erfordert mindestens 15 Helfer für den Betrieb und ermöglicht einen kontinuierlichen Betrieb. Die Helfer arbeiten im Sitzen, was eine ergonomischere Arbeitsweise ermöglicht. Für den sofortigen Betrieb der Anlage stehen in Plauen etwa 100 Tonnen Sand zur Verfügung. Im Ernstfall werden die gefüllten Sandsäcke auf Paletten gestapelt und zur Verteilung bereitgestellt. Die THW-Kameraden, Feuerwehrleute und zivilen Unterstützer verteilen die Paletten dann entsprechend.

Aufgrund der hohen Kapazität der Anlage ist auch ein Abholpunkt für gefüllte Sandsäcke für betroffene Bürger vorgesehen. Damit die Einsatzbereitschaft sichergestellt werden kann, sind regelmäßige Übungen auf dem Sandsackfüllplatz mit den Kameraden des THW und der Feuerwehr geplant. Dadurch wird gewährleistet, dass im Ernstfall schnell und effektiv Hilfe geleistet werden kann. Außerdem fördert die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen die Effizienz und Koordination bei Hochwasser- und Starkregenereignissen. Somit können alle Beteiligten optimal auf mögliche Katastrophen reagieren und den betroffenen Bürgern rechtzeitig Unterstützung bieten.

Mehr aus dem Vogtland

Alle →