Artikel von: Redaktion Regionalspiegel
13.08.2026
Zwickau: Bauarbeiten verzögern sich, Stele der Mitmenschlichkeit eingeweiht
Wollen Sie wissen, was in Zwickau los ist? Damit Sie bestens informiert sind, geben wir Ihnen einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, Ankündigungen und Hinweise der Stadt.
Bauarbeiten auf der Neuplanitzer Straße verzögern sich
Die Bauarbeiten auf der Neuplanitzer Straße in Zwickau verzögern sich. Das teilte das Tiefbauamt mit. Seit Juli wird dort die Fahrbahn erneuert, nun haben sich bei der Untersuchung des anfallenden Asphaltmaterials unerwartete Ergebnisse ergeben.
Im Rahmen der Bauvorbereitung wurden an mehreren Stellen Materialproben entnommen und auf ihre Schadstoffbelastung geprüft. Diese Stichproben hatten noch den Eindruck vermittelt, dass sich das Material in einer günstigeren Verwertungsklasse entsorgen oder weiterverarbeiten lasse. Erst die Untersuchung des Asphalts, der beim flächigen Fräsen der Fahrbahn angefallen ist, zeigte nach Angaben der Stadt, dass die tatsächliche Schadstoffbelastung höher ist als zunächst angenommen.
Dadurch verzögert sich der weitere Ablauf der Arbeiten. Welche konkreten Auswirkungen das auf den Zeitplan hat, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Fest steht aber, dass die ursprünglich geplante Fahrbahnerneuerung auf der Neuplanitzer Straße nicht wie vorgesehen vorankommt.
Die Stadt weist damit auf eine Änderung der Rahmenbedingungen während der laufenden Maßnahme hin. Ursache sind nicht zusätzliche Arbeiten an der Fahrbahn selbst, sondern die erst im Verlauf der Bauausführung genau festgestellte Belastung des Materials. Für die weitere Behandlung des Asphaltmaterials sind deshalb andere Voraussetzungen nötig als noch bei der Vorerkundung erwartet.
Die Neuplanitzer Straße gehört zu den wichtigen Verkehrsachsen in Zwickau. Mit der laufenden Maßnahme soll die Fahrbahn erneuert werden. Wann die Arbeiten abgeschlossen werden können, ist nach dem aktuellen Stand offen.
Stele der Mitmenschlichkeit auf dem Georgenplatz eingeweiht
Auf dem Georgenplatz in Zwickau ist die Stele der Mitmenschlichkeit eingeweiht worden. Das Kunstwerk wurde als eine der letzten Maßnahmen nach dem Abschluss der Großbaustelle auf der künftigen grünen Mittelinsel aufgestellt.
Nach Angaben des Kulturamts war die Baustelle am Georgenplatz nach einem Jahr und drei Monaten im Juli erfolgreich beendet worden. Das Projekt gehörte zur Modernisierung der Zwickauer Stadtbahntrasse. Dazu zählten neben der Gleissanierung auch die Verlegung der Haltestelle vor das Kino Filmpalast Astoria sowie die Sanierung von Kanälen und Fernwärmeanlagen.
Mit der Stele ist nun auch ein Beitrag zur Kunst im öffentlichen Raum gesetzt worden. Sie steht an einer präsenten Stelle am Eingang zur Zwickauer Innenstadt und soll nach dem Willen der Stadt nicht nur als Blickfang dienen, sondern auch Denkanstöße geben. Nach der Einweihung verweist das Kunstwerk auf den gemeinsamen Austausch und auf Fragen des Zusammenlebens.
Zentrales Gestaltungselement ist der Schriftzug „Das Wörtchen ICH und das Wörtchen DIE zwingen die Menschlichkeit in die Knie“. Am oberen Rand sitzt eine Taube. Die Botschaft lädt dazu ein, eigene und fremde Standpunkte zu hinterfragen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Gestaltet wurde die Stele von Heinrich Schulze, dem früheren Leiter des Zwickauer Puppentheaters. Die Einweihung am Freitag bildete den Abschluss einer Maßnahme, die bauliche Erneuerung und künstlerische Gestaltung am Georgenplatz verbindet.
Zwickau aktuell: Fördermittelwerkstatt im Zwickauer Rathaus unterstützt Ehrenamt bei Projektanträgen
Viele Vereine und Initiativen in Zwickau haben gute Projektideen, scheitern aber oft an der Frage nach passenden Fördermitteln und einem überzeugenden Antrag. Genau hier setzt die „Fördermittelwerkstatt Ehrenamt“ an: Am Samstag, 17. Oktober 2026, laden Vertreter der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ins Zwickauer Rathaus ein, um Engagierte bei der Entwicklung förderfähiger Projekte zu unterstützen.
Von 9.30 bis 17 Uhr können bis zu 30 Engagierte aus gemeinnützigen Organisationen der Zwickauer Region gemeinsam an ihren Vorhaben arbeiten. Begleitet werden sie dabei von erfahrenen Expertinnen und Experten aus dem Bereich Fördermittel. Sie geben praktische Hinweise dazu, wie passende Förderprogramme recherchiert werden können, wie Anträge überzeugend formuliert werden und wie sich Projektideen klar, verständlich und wirkungsvoll darstellen lassen.
Im Mittelpunkt steht die direkte Arbeit am eigenen Projekt. Die Teilnehmenden entwickeln konkrete Bausteine für ihren Förderantrag, darunter Kurzbeschreibung, Ziele, Maßnahmen sowie Ausgaben- und Finanzierungsplan. Außerdem können sie ihre Konzepte schärfen und wertvolle Anregungen für die weitere Ausarbeitung mitnehmen. Neben der inhaltlichen Arbeit bietet die Werkstatt auch Raum für Austausch und Vernetzung mit anderen Engagierten aus der Region.
Die Veranstaltung richtet sich an gemeinnützige Organisationen, die ihre Projekte professionell weiterentwickeln und ihre Chancen auf eine erfolgreiche Förderung erhöhen möchten. Die Teilnahme ist kostenfrei, ebenso die Verpflegung während des Tages. Wegen der begrenzten Platzzahl wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.
Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Informationen der entsprechenden Webpräsenzen der Gemeinde erstellt. Änderungen sind vorbehalten.