Samstag, 17. Oktober 2026

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AERO Club: Zukunft steht erneut auf der Kippe

Erneut wurde der Beschluss zur Pachtverlängerung vertagt - Beantragung von Fördermittel zum Neubau der Werkstatthalle wird wieder knapp - Genehmigung für die alte Werkstatt läuft im Herbst aus.

Von Redaktion Regionalspiegel

· 2 Min. Lesezeit

Die Zukunft des Aero Clubs steht weiter in der Schwebe. Foto: Alice Jagals
Die Zukunft des Aero Club Zwickau steht weiter in der Schwebe. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Ob Zwickau auch nach 2021 einen Flugplatz haben wird, steht weiterhin in den Sternen. Eigentlich sollte am Dienstag im Finanzausschuss über die Pachtverlängerung und damit über eine bedeutende Kettenreaktion für das Bestehen des Clubs entschieden werden.

Eigentlich möchte der Verein eine Verlängerung des Pachtvertrages um weitere 25 Jahre ab dem Auslaufen des jetzigen Vertrages, der bis 2021 gültig ist. Nur mit dieser Sicherheit könnte es seitens der SAB Fördermittel für den Neubau der desolaten Werkstatthalle für Segelflugzeuge geben. Die Genehmigung für das alte Gebäude läuft im Herbst dieses Jahres aus.

Doch zwei Stadträte, nämlich Sven Itzek (AfD) und Tristan Drechsel (BfZ), machten dem Vorhaben erneut einen Strich durch die Rechnung und beantragten, dass bitteschön alle Stadträte die Entscheidung mittragen sollen. Und das, obwohl die Thematik seit Anfang März offiziell auf dem Tisch liegt.
Damit bekam Vereinsvorsitzender  Joachim Lenk und damit die gesamte Fliegermannschaft erneut einen Schlag ins Gesicht.

Im März fühlten sich die Mitglieder des Ausschusses nicht genügend zur Thematik aufgeklärt, im April wurde die Beschlussvorlage kurzfristig von der Tagesordnung genommen, „da es Probleme bei der auch in der Vorlage erwähnten Fachförderung geben könnte“, hieß es seitens der Stadt.

Beantragt wurden die Fördermittel durch den Aero Club bereits 2014. Seitdem ist nicht viel Engagement seitens der Stadt passiert. 365.000 Euro würde der Neubau kosten. 70.000 Euro würde der Verein selbst aufbringen. Die mit dem städtischen Haushaltsbeschluss abgewiesenen 160.000 Euro kommen nun hinzu, eventuell durch einen Kredit. In dieser Sache zeigt sich Joachim Lenk zuversichtlich.

Die Zeit rennt: Mit dem Verweis der Vorlage in den Stadtrat wird es auch für das kommende Jahr eng, die Fördermittel zu beantragen. Das müsste nach Aussage von Joachim Lenk bis August geschehen. „Und ohne Fördermittelzusage, erteilt uns auch kein Geldinstitut einen Kredit“, sagte Lenk am Dienstagabend.
Die Beweggründe, warum sich die Stadtväter so schwer mit der Entscheidung tun, ist nicht nur für die Fliegerfreunde schwer nachvollziehbar. Der Stadt würden keine weiteren Kosten entstehen, sie bekäme sogar Flächen zurück und sollte dann doch ein Unternehmen eine Ansiedlung in einer bestimmten Größenordnung vornehmen wollen, könne er immer noch auf Schneppendorf ausweichen. Doch auch hier gebe es nach Aussage von Oberbürgermeisterin Pia Findeiß kein Bedarf.

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